29.09.2013

Treffen, klönen und lachen

Künftig Treffen für Alleinstehende jeden Alters in Rehburg

Von Heidi Reckleben-Meyer

Rehburg. „Hallo, na, wie geht es euch?“, fragt die Mutter erwartungsvoll am Telefon. „Ach Mutti, ganz gut. Du, aber das passt jetzt nicht so gut. Ich ruf Dich nächste Woche mal an.“ – Und das Gespräch ist beendet. Sie selbst ist seit dem Tod ihres Mannes allein. Es fehlt ein Austausch, es fehlt das Gespräch, und es fehlt ihr, mit anderen zu lachen. Und der alte Freundeskreis enpuppt sich auch zunehmend als schwieriger im Gegensatz zu früher – die Paare sitzen zusammen. Da setzt man sich nicht einfach so dazu. Man fühlt sich wie ein fünftes Rad am Wagen. „Es gibt auch in unserer Gemeinde immer mehr Menschen, die sich nicht mit einem Partner austauschen können, aber den Dialog suchen“, schildern Regina Ernst und Karin Torney aus der Rehburger Kirchengemeinde. „Viele haben Hemmungen, sich Gruppen anzuschließen, die nahezu ausschließlich aus Paaren bestehen. Gemeinschaft und Gespräch mit Gleichgesinnten wird gewünscht, aber es gibt kein entsprechendes Angebot“, haben sie auch selbst erfahren. Das möchten die beiden Frauen jetzt ändern.

Für alle, die allein sind, möchten die beiden regelmäßige Treffen im Rehburger Gemeindehaus anbieten. Es gehe nicht darum, die ganze Zeit über Gott und Glauben zu reden, unstreicht Karin Torney, „aber wir wollen die Abende schon unter Gottes Segen stellen“.

„Wir stellen uns vor, die Abende mit einem Gebet und einem Lied zu beginnen, danach soll der Abend locker verlaufen.“

Die Treffen sollen jeweils am ersten Mittwoch im Monat stattfinden, also das nächste am Mittwoch, 2. Oktober, von 19 bis 21 Uhr. Ob es immer bei diesem Mittwoch bleibt, sei noch nicht klar, das müsse man dann besprechen, kündigen beide Flexibilität an.

Gesellschaftsspiele sind vorhanden, geklönt werden kann auch, kleine Fahrradtouren können unternommen oder was sonst Spaß macht, gemeinsam geplant werden. Wer weitere Ideen hat, ist eingeladen, sie den anderen Teilnehmern vorzustellen.

Wer sich angesprochen fühlt, und dabei sein möchte, sollte sich kurz bei Regina Ernst, Telefon (0 50 37) 7 04 oder Karin Torney, Telefon (0 50 37) 32 54, melden.

Und wenn sich eine solche Gruppe öfter als einmal im Monat treffen möchte, sei das auch möglich. – Und vielleicht klingelt ja irgendwann das Telefon bei der Mutter, die dann sagt: „Du, das passt jetzt nicht so gut, ich wollte eben zum Gruppentreffen. Ich rufe Dich nächste Woche mal an ...“

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Erstellt:
29. September 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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