Die Veranstalter des Mitternachtssports (oben) freuen sich auf viele Teilnehmer. Unten: der Originaltext in kurdischer Sprache. cJD

Die Veranstalter des Mitternachtssports (oben) freuen sich auf viele Teilnehmer. Unten: der Originaltext in kurdischer Sprache. cJD

Nienburg 18.11.2017 Von Die Harke

Trendsportarten zum Ausprobieren

CJD-Serie „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Mitternachtssport für Jugendliche

Integration durch Sport: Trendsportarten können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren beim „Mitternachtssport“ am Freitag, 24. November, von 20 Uhr bis Mitternacht ausprobieren. Verschiedene Angebote bereiten die Organisatoren in der TKW-Halle an der Hannoverschen Straße vor. Die Planung liegt bei Stadt und Landkreis Nienburg, Kreisjugendring, Kreissportbund, TKW Nienburg [DATENBANK=6541]CJD Nienburg[/DATENBANK]. Sie alle haben zum Ziel haben, die Integration von Menschen mit Fluchterfahrung in die Vereine zu forcieren und sich für diesen Abend etwas Besonderes einfallen lassen: Christian Karassek ([DATENBANK=201]TKW Nienburg[/DATENBANK]) ruft die Jugendlichen auf, die einmalige Gelegenheit zu nutzen, kostenlos die neusten Trendsportarten kennenzulernen und dabei neue Kontakte zu knüpfen.

Wer hat schon mal etwas über Bubble Soccer, Tennis Darts, Uni Hockey, Headis, Leitergolf oder Kornball gehört? Muss etwas mit Sport zu tun haben. Richtig: Bubble Soccer ist Fußball ohne sich weh zu tun, da sich der Körper der Spielenden sich in großen Plastikbällen befindet. Nur die Füße laufen ganz normal auf der Erde.

Uni Hockey ist schnell erklärt: Eishockey auf dem Handballfeld. Headies ist ein Mix aus Kopfball, Tischtennis und Tennis, wobei ein Körperteil immer auf dem Boden sein muss. Ziel beim Leitergolf ist es, die Ballpaare, Bolas genannt, so zu werfen, dass sie auf den Leitersprossen hängen bleiben, möglichst auf der obersten Leiterstufe. Was es bedeutet, Tennis auf ein Dartsboard zu spielen, können Jugendliche ebenfalls an jenem Abend erfahren. Und bei Kornball werden Maissäckchen auf ein Holzbrett geworfen.

Soziale Kontakte über Vereine knüpfen

Karl Theuerkaufer, Integrationsbeauftragter des TKW, ist seit Jahrzehnten Mitglied im Verein. Er betonte im Rahmen einer Infoveranstaltung in der Realschule Nienburg die Wichtigkeit, sich schon als junger Mensch zu engagieren. Er habe seit seiner Jugendzeit einen Freund, den er im Verein kennen gelernt habe und er wisse die Gemeinschaft eines Vereins sehr zu schätzen, erklärte er.

Übertragen auf die Situation vieler geflüchteter Menschen, insbesondere junger Menschen, bedeute das, sagt Theuerkaufer: „Soziale Kontakte über die Familie und die Schule hinaus zu knüpfen, Mannschaftszusammenhalt zu erleben, Gewinne gemeinsam zu feiern und aus Niederlagen zusammen gestärkt hervorzugehen. Und natürlich die sportliche Betätigung , die Menschen bis ins hohe Alter fit halten kann. Im TKW gibt es Menschen, die schon über 90 Jahre alt sind.“

Sebastian Meyer von der Stadt Nienburg sieht die Veranstaltung als Anregung, mit Gleichaltrigen sinnvoll und aktiv die Freizeit zu verbringen, statt mit dem Handy zu „daddeln“. Ganz ähnlich äußert sich auch Theresa Gand (Sportregion Diepholz-Nienburg): „Zum Mitternachtssport zu kommen ist besser als auf der Couch mit der Playstation zu spielen“.

Die Initiatoren der Mitternachtssportveranstaltung können das nur unterstreichen und freuen sich auf einen interessanten Abend mit viel Spaß und Spiel. Selbstverständlich ist an diesem Abend auch Essen und Trinken gesorgt. Wer dabei sein will, sollte sich noch kurzfristig per E-Mail bei Sebastian Meyer melden: s.meyer@nienburg.de.

Am Dienstag, 21. November, findet eine weitere Ausgabe des Begegnungscafés St. Martin ab 16 Uhr im Nienburger [DATENBANK=340]Kulturwerk[/DATENBANK] statt. Die Veranstaltung ist offen für alle, und Anmeldungen sind nicht notwendig.

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Erstellt:
18. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 34sec

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