Der Chinese Pan Shancu bei seinem heimischen Marathon. Foto: YouTube

Der Chinese Pan Shancu bei seinem heimischen Marathon. Foto: YouTube

Landkreis 14.04.2020 Von Helge Nußbaum

Triathlon im Eigenheim

Besondere Situationen erfordern bekanntlich außergewöhnliche Maßnahmen. In der Coronakrise und in Quarantäne kommen Menschen weltweit auf die verrücktesten und sportlichsten Ideen.

In China, genauer gesagt in der Stadt Hangzhou mit etwa 10 Millionen Einwohnern, lief Pan Shancu bereits Anfang Februar 50 Kilometer in seinem Wohnzimmer um zwei Tische herum und zeichnete das ganze per Video auf. Für die 50 km, also mehr als die Marathonstrecke von 42,195 km, braucht er lediglich vier Stunden, 48 Minuten und 44 Sekunden. Die Marathonstrecke nahm sich vor gut drei Wochen dann ein Franzose auf seinem Balkon vor. Elisha Nochomovitz absolvierte die Distanz auf seinem sieben Meter langen Balkon seiner Wohnung in Balma bei Toulouse. Er brauchte allerdings 6:48 Stunden für seinen Balkon-Marathon. Zwischendurch sei ihm schlecht geworden und er habe Angst gehabt, die Nachbarn würden sich über sein ständiges Fußtrampeln beschweren.

Eine Nummer weiter ging am Ostersamstag der Deutsche Jan Frodeno. Der Olympiasieger und Ironman-Gewinner von Hawaii absolvierte 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42,2 km Laufen in seinem Haus im spanischen Girona und streamte es live via Facebook ins Internet.

Wenn Sie keinen Pool zuhause und kein Fahrrad-Ergometer für einen Triathlon im Eigenheim besitzen, empfehle ich Ihnen einfach einen Lauf im Wald. Das mache ich seit Anfang der Coronakrise wieder regelmäßig ... und wer weiß, vielleicht findet der Nienburger Spargellauf ja doch noch statt und Sie landen ganz weit vorn durch Ihr Training.

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Erstellt:
14. April 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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