In Steyerberg wurde der Bau des Fernwärmenetzes zur Erneuerung der Trinkwasserleitung genutzt. Foto: Kreisverband

In Steyerberg wurde der Bau des Fernwärmenetzes zur Erneuerung der Trinkwasserleitung genutzt. Foto: Kreisverband

Steyerberg 03.08.2021 Von Die Harke

Trinkwasserleitungen in Steyerberg erneuert

Schaffung des Fernwärmenetzes sorgte für Synergien bei den umfangreichen Arbeiten

Für die Anwohner sei es zum Teil wirklich anstrengend gewesen, weiß Steyerbergs Bürgermeister Heinz-Jürgen Weber. Doch das Ergebnis sei die Mühe wert gewesen: Mitten im Ortsteil Steyerberg kam die Fernwärmeleitung der Bürgergenossenschaft in die Erde, und auf rund zweieinhalb Kilometern Länge wurde die Wasserleitung gleich mit erneuert. Das teilt der Kreisverband für Wasserwirtschaft mit.

Zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen, habe sich zwar angeboten. Dennoch sei die, so Weber, „unkomplizierte Kooperationsbereitschaft“ des Wasserverbands Nienburg-Süd nicht selbstverständlich. „Solche Absprachen können auch erheblich länger dauern und schwieriger sein. Das hängt sehr von den Akteuren ab“, lobt der Verwaltungschef.

Dank an die Adresse der Anwohner

Für den Wasserverband ist der Leitungsaustausch Bestandteil der großangelegten Rohrnetz-Rehabilitation im Verbandsgebiet. Joachim Oltmann, Abteilungsleiter Wasserversorgung beim Wasserverband Nienburg-Süd, dankt den Anwohnern für Geduld und Verständnis: „In weniger als acht Monaten 2500 Meter Leitung mitten in der Wohnbebauung auszutauschen, das ist fordernd. Ein Lob an das ausführende Unternehmen. Aber auch ein großer Dank an die Anwohner, die mit Straßensperrungen, provisorischem Belag und Fahrbahnverengungen leben mussten.“


Wasserverband investiert mehr als 500.000 Euro

Nach den Worten Oltmanns hätten Kommune, Bürgergenossenschaft und Wasserverband durch ihr unkompliziertes Miteinander Synergien gehoben und eine Win-Win-Situation erzeugt. Das zeige sich besonders deutlich bei der Oberflächenerneuerung der Fahrbahnen beziehungsweise Gehwege nach Abschluss der Arbeiten: „Die drei Partner teilen sich die Kosten.“ Trotz dieser Drittelung ist das Investitionsvolumen für den Wasserverband beachtlich, verdeutlicht Oltmann: „Wir rechnen mit mehr als 500 000 Euro für den Leitungsaustausch.“

Ersetzt wurde die aus den frühen 70er-Jahren stammende Asbestzementfaser-Leitung durch zeitgemäße Kunststoffrohre mit einer Lebensdauer von rund 100 Jahren. Für den Ingenieur heißt das „wenn nichts Außergewöhnliches passiert, brauchen sich die heutigen Steyerberger zu ihren Lebzeiten keine Gedanken mehr um die Wasserleitung zu machen.“

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Erstellt:
3. August 2021, 16:45 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

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