René Mehnert & Co. zeigten in Barsinghausen eine starke Leistung. Schwiersch

René Mehnert & Co. zeigten in Barsinghausen eine starke Leistung. Schwiersch

Barsinghausen/ Handball 19.11.2017 Von Die Harke, Von Kai-Uwe Bergmann

Trotz Pleite die beste Saisonleistung

Handball-Verbandsliga: Die HSG-Zweitvertretung schrammt beim Rangzweiten in Barsinghausen knapp an einer Überraschung vorbei

Die Verbandsliga-Handballer der [DATENBANK=746]HSG Nienburg[/DATENBANK] II hatten im Topspiel beim Rangzweiten HV Barsinghausen denkbar knapp das Nachsehen und verloren mit 32:34 (14:16). Dabei schnupperten die Gäste oft am Unentschieden, obgleich die Mannschaft gesundheitlich angeschlagen war. Topscorer [DATENBANK=287]Malte Grabisch[/DATENBANK] war die Woche über krank und kam daher eher sporadisch für 20 Minuten zum Einsatz. Dazu verletzte sich Torhüter David Schöne beim Aufwärmen, biss sich aber durch. Dennoch zeigte die Sieben von Trainer Carsten Thomas starkes Tempospiel und Spielspaß, was den Deisterstädtern große Probleme bereitete.

Die Nienburger begannen mit Grabisch auf der Bank, für ihn rückte Youngster Paul Hildebrandt in den linken Rückraum und machte seine Sache sehr gut. Die junge Mannschaft konnte gleich zu Beginn zeigen, wie flink sie auf den Beinen ist und aus der zweiten Welle sowie der schnellen Mitte einfache Tore erzielen oder über den Kreis in Form von [DATENBANK=3249]Kai Bergmann[/DATENBANK] einen Siebenmeter herausholen. In der Abwehr bekam man allerdings die Achse Frädermann/Lippert nicht in den Griff. Gegen Ende der ersten Hälfte stellte sich Malte Grabisch dann in den Dienst seiner Mannschaft und brachte etwas mehr Struktur ins Spiel, sodass es mit einem 14:16-Rückstand in die Halbzeit ging.

Nach der Pause fanden die Gäste gut ins Spiel und konnten durch ihr Tempospiel in der 37. Minute zum 18:18 ausgleichen. Im weiteren Verlauf schafften es Tobias Dehmel & Co. nicht, in Führung zu gehen. Auch eine Manndeckung gegen Lippert zeigte nicht den gewünschten Erfolg.

Knackpunkt war eine Schwächephase ab der 47. Minute: Nach einem verwandelten Siebenmeter von René Mehnert spielten seine Kameraden vorn zu hektisch, es wurde unüberlegt und zu früh abgeschlossen. Ein 4:0-Lauf der Deisterstädter zum 29:24 veranlasste Thomas zu seiner letzten Auszeit. Daraufhin konnten seine Schützlinge durch einen Doppelschlag von Malte Grabisch und einen Treffer des beherzt aufspielenden Kai Bergmann wieder in Schlagdistanz kommen.

Die letzten 90 Sekunden glichen dann einem Thriller: Nienburg verkürzte auf ein Tor, Barsinghausen bekam eine Zeitstrafe und musste das Spiel in Unterzahl beenden. Hier fehlte den Gästen aber das letzte Quäntchen Glück: Zwar konnte David Schöne einen Wurf parieren, doch der Abpraller flog direkt in die Hände des Außen, der einnetzte. Auch ein schnelles Tor der HSG und eine darauffolgende offensive Manndeckung brachte die Heimsieben nicht mehr aus dem Konzept.

Dennoch war [DATENBANK=955]Carsten Thomas[/DATENBANK] stolz auf seine Mannschaft: „Was wir heute gezeigt haben, war Tempospiel vom Feinsten. Wir konnten mit unserer jungen Mannschaft auch ohne Malte gegen diese erfahrene Mannschaft auf Augenhöhe agieren. Für mich war das die bisher beste Saisonleistung. Und auch, wenn wir keine Punkte erringen konnten – die Erfahrung aus diesem Spiel und die Entwicklung der Mannschaft kann uns niemand nehmen.“

  • HSG Nienburg II: Schöne, Hanauer 1 geh. 7m – Schröder, Grabisch 7, Bergmann 7, Dehmel 2, Wetendorf, Rohlfs 4, Menze, Stratmann, Büscher 4, Hildebrandt 4, Mehnert 4/4. Zeitstrafen: 3 – 1 (Jan Büscher).
  • Strafwürfe: 2/3 – 4/6 (Tobias Dehmel und Malte Grabisch scheitern).
  • Zuschauer: 250.
  • Spielfilm: 4:3, 9:6, 13:10, 16:14 (30.), 17:17, 25:24, 30:27, 32:31, 34:32(60.).

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Erstellt:
19. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 35sec

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