Enges Finish: René Rast (links) und Loïc Duval rasen ins Ziel. Foto: Audimedia

Enges Finish: René Rast (links) und Loïc Duval rasen ins Ziel. Foto: Audimedia

Assen 07.09.2020 Von Die Harke

Trotz Pole belegt Rast nur Rang fünf

Motorsport: Der Steyeerberger landet am DTM-Rennwochenende in Assen beide Male hinter Spitzenreiter Nico Müller

So sieht keine Aufholjagd aus: Der Steyerberger DTM-Champion René Rast fuhr am Rennwochenende im niederländischen Assen lediglich zwei mittelmäßige Ergebnisse ein.

An beiden Tagen hieß es für den Verfolger am Ende Rang fünf, während der Gesamtführende Nico Müller sowohl Samstag als auch Sonntag aufs Podest flitzte.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie waren bei einem DTM-Rennen wieder Zuschauer zugelassen. Die Piloten ließen diese schon vor dem Start jubeln, als sie vor der Haupttribüne Schilder mit einer emotionalen Botschaft hochhielten: „DTM fans, welcome back! We have really missed you!“ Nach 36 Runden hatten die niederländischen Fans erneut Grund zum Jubeln: Lokalmatador Robin Frijns vom Audi Sport Team Abt-Sportsline überquerte die Ziellinie nach einem spannenden Duell mit Loïc Duval erstmals in seiner DTM-Karriere als Sieger.

„Auf diesen Moment musste ich fast drei Jahre warten“, sagte Frijns. „Ich war oft ganz nah dran, aber irgendetwas kam immer dazwischen. Ich stand in der DTM schon häufig auf dem Podium, aber noch nie ganz oben. Umso schöner ist es, dass es ausgerechnet hier in Assen geklappt hat, wo erstmals wieder Fans dabei sein durften.“

„Das Rennen verlief wieder nicht nach unseren Vorstellungen.

René Rast

Erst in Runde 30 gelang es Frijns, den bis dahin führenden Loïc Duval zu überholen. Der Franzose war mit seinem Audi auf zunächst feuchter Strecke von der Pole-Position ins Rennen gegangen.

Nico Müller verteidigte mit Platz drei seine Führung in der Fahrerwertung. René Rast wurde Fünfter. „Das war ein schwieriger Tag für mich“, sagte der Titelverteidiger. „Im Qualifying habe ich auf meiner schnellsten Runde einen Fehler gemacht. Von Startplatz sechs kam ich gut nach vorn, aber am Ende haben die Reifen einfach aufgegeben, obwohl ich sie geschont habe. Das müssen wir erst einmal verstehen.“

Kräftige Regenschauer sorgten am Sonntag für schwierige Bedingungen. Frijns musste sich an diesem Tag jedoch Sheldon van der Linde im BMW geschlagen geben, landete dahinter auf Rang zwei und sammelte in Assen die meisten Punkte. Damit hat er in der Fahrerwertung nur noch 26 Zähler Rückstand auf seinen Teamkollegen Nico Müller. Der Schweizer erlebte am Sonntag ein Déjà-vu des Vortages. „Nach einem guten Start war ich hinter Loïc und Robin eingeklemmt“, sagte Müller. „Dass ich in der ersten Runde erneut mehrere Plätze verloren habe, war ärgerlich.“

Rast sicherte sich am Sonntag in einem engen Qualifying auf trockener Strecke die Pole-Position. „Das Rennen verlief aber wieder nicht nach unseren Vorstellungen“, sagte Rast nach einem hart erkämpften fünften Platz. „Es gab bei diesen Bedingungen viele Entscheidungen zu treffen. Manchmal lagen wir richtig, manchmal nicht.“ Der Steyerberg rutscht in der Gesamtwertung somit auf Rang drei ab und hat nun 44 Zähler Rückstand auf Müller.

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Erstellt:
7. September 2020, 17:15 Uhr
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