Die Türkei-Reisen ziehen allmählich wieder an. Fotolia

Die Türkei-Reisen ziehen allmählich wieder an. Fotolia

Nienburg 09.04.2016 Von Edda Hagebölling

Türkei-Reisen ziehen wieder an

HamS fragte in Nienburger Reisebüros nach / Am 23. April beginnt in Antalya die Expo

Nienburg. Von dem massiven Rückgang an Türkei-Reisen sind auch die Nienburger Reisebüros nicht verschont geblieben. Von einem Einbruch der Buchungen von bis zu 50 Prozent war auf Nachfrage der Harke am Sonntag die Rede. Doch die Situation scheint sich wieder zu entspannen. Parallel zur Lage im Land. Die Buchungen ziehen allmählich wieder an.

„Die Anfragen sind leider weniger geworden, zu Stornierungen ist es in letzter Zeit jedoch nicht mehr gekommen“, berichtet Rena Vatterott. Die Chefin von „Renas Reisen“ fliegt in Kürze nach Istanbul, ihre Kollegin nach Antalya. Angst vor Bomben haben sie nicht. Sie sorgen sich jedoch um die Zukunft der Hoteliers und deren Mitarbeiter. „Die Menschen dort können ja nichts dafür“, so Vatterott.

Ähnlich die Antwort von Petra Brandes-Holling von „Holiday Land“. Auch sie bestätigt, dass sich die Urlauber, die sich für die Türkei, Ägypten, Tunesien oder Marokko interessieren, mittlerweile wieder sicherer fühlen. Gerade am Sonnabend seien unabhängig voneinander zwei Ägypten-Reisen gebucht worden. „Stellen Sie sich einmal vor: alle Nil-Schiffe liegen an der Leine. Selbst der Junge, der ein paar Taler dafür bekommen hat, dass er das Tau auffängt, hat nichts mehr zu tun“, gibt Brandes-Holling zu bedenken. Von dem Türkeieinbruch profitiert haben ihren Angaben zufolge Mallorca, Portugal, die Kanaren und Madeira. Abschließend weist die „Holiday Land“-Chefin darauf hin, dass am 23. April in Antalya die Expo beginnt.

Bei Hans-Ulrich Hillmann, Leiter des „Nienburger Reisebüros“, ist es Anfang des Jahres zu Umbuchungen gekommen. Davon profitiert habe Bulgarien. Die Türkei und Bulgarien seien preislich vergleichbar.

Der Türkeikenner habe sich durch die Anschläge jedoch nicht verunsichern lassen. Als Beispiel führte er die türkischstämmigen Nienburger an. Sie hätten nach wie vor ihre Flüge in die Heimat gebucht und würden den Besuch bei der Familie nicht selten mit einem Badeurlaub kombinieren.

Ob sich die Nienburger in ihrem Buchungsverhalten auch von der aktuellen Politik in der Türkei leiten lassen, wollte die HamS abschließend vom Chef des „Nienburger Reisebüros“ wissen. Der hat allerdings den Eindruck, dass die Kunden, die zu ihm ins Geschäft kommen, das schon vorher mit sich ausgemacht haben.

„Die Urlauber kommen gut informiert zu uns, sprechen uns natürlich auf die Sicherheitslage vor Ort an, wissen aber im Großen und Ganzen schon recht genau, was sie wollen“, so Hillmann.

Abschließend betont er – wie auch vor ihm bereits Vatterott und Brandes-Holling: „Der Reisende hat sich in der Regel im Internet genau erkundigt, möchte dann aber auf Nummer sicher gehen und lieber im Reisebüro buchen. Zumal es ja nichts mehr kostet.“ eha

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Erstellt:
9. April 2016, 21:00 Uhr
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