U21 startet EM-Abenteuer - Kuntz warnt vor „starkem Gegner“

U21 startet EM-Abenteuer - Kuntz warnt vor „starkem Gegner“

Trifft mit Deutschlands U21 auf Dänemark: Lukas Nmecha. Foto: Swen Pförtner/dpa

Nach sechs Tagen Trainingslager ging es für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes per Flieger von Innsbruck nach Budapest. Im ungarischen Szekesfehervar steht für Kuntz-Elf am Montag (21.00 Uhr/ProSieben) das EM-Viertelfinale gegen Dänemark an. „Es ist ein Final Eight mit K.o.-Charakter“, warnte Kuntz seine junge Mannschaft, der in Dänemark im ersten K.o.-Spiel nach Ansicht des Coaches ein „echt starker Gegner“ gegenüber stehen wird.

Trotzdem geht der DFB-Nachwuchs Teil zwei ihres EM-Abenteuers entspannt an. „Wir freuen uns, dass es endlich wieder losgehen kann und am Montag zählt's dann“, sagte der Wolfsburger Ridle Baku. Besonders dürfte für die U21-Fußballer die Atmosphäre im Stadion werden: In Szekesfehervar dürfen bis zu 14 000 Zuschauer beim EM-Viertelfinale dabei sein - volle Stadien sind in Ungarn erlaubt. Das Wichtigste vor dem Start in die K.o.-Phase:

MODUS: 62 Tage sind für die deutsche U21 seit dem Gruppenfinale gegen Rumänien vergangen. Zwei Monate nachdem die DFB-Auswahl mit einem 0:0 den Sprung ins Viertelfinale perfekt gemacht hatte, geht es nun mit der K.o.-Runde weiter. Während der Corona-Pandemie wurde die EM zweigeteilt, Kuntz und seine Elf können sich daher gegen Dänemark keine Aufwärmphase leisten. „Das Semifinale wollen wir klarmachen. Wenn wir das schaffen, stehen uns alle Chancen offen“, sagte Union Berlins Nico Schlotterbeck zu den EM-Zielen der deutschen Elf.

PERSONAL: Die Relegation verkompliziert die Vorbereitung für Kuntz, weil einige Profis wie die Kölner Salih Özcan und Ismail Jakobs sowie der Kieler Janni Serra erst verspätet zum Team stoßen werden. Eine Option für das Viertelfinale sind sie damit wohl ebenso wenig wie Vitaly Janelt, der mit dem FC Brentford an der Aufstiegsrunde zur Premier League in England teilnimmt. Zudem fehlt in Niklas Dorsch einer der stärksten Akteure der Gruppenphase gelb-gesperrt. Freuen kann sich Kuntz dagegen über die EM-Einsätze von Baku und Florian Wirtz, die schon zum Kreis der A-Nationalmannschaft gehört hatten. „Ich bin froh, dass die beiden dabei sind“, sagte der 58-Jährige.

STIMMUNG: Was in Deutschland und anderen europäischen Top-Ligen seit Monaten undenkbar ist, können die U21-Fußballer in Ungarn wieder erleben: Volle Stadien. Wegen der sich entspannenden Corona-Lage entschieden die Behörden in den beiden Gastgeberländern wieder Fans in die Stadien zu lassen. In Slowenien, wo am 6. Juni das Finale steigt, ist eine Auslastung der Arenen von 50 Prozent vorgesehen. „Spiele mit Zuschauern sind immer besser. Wir hatten das jetzt lange nicht, ich freue mich definitiv darauf“, sagte Torjäger Lukas Nmecha.

TALENTE-BÜHNE: Top-Talente wie DFB-Youngster Kai Havertz, Englands Jadon Sancho oder der Franzose Kylian Mbappé stehen im Sommer bei der EM der A-Nationalteams im Fokus, obwohl sie noch für die U21 spielberechtigt wären. Doch auch in Ungarn und Slowenien sind viele Jungstars dabei: Frankreich reist mit den Noch-Leipzigern Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano sowie Eduardo Camavinga von Stade Rennes an. Bei den Niederländern läuft Leipzigs Justin Kluivert auf, Italien setzt auf Stürmer Patrick Cutrone. „Diese EM ist eine große Bühne“, sagte Nmecha. „Wir haben schon gezeigt, dass wir eine gute Truppe haben. Das wollen wir auf dieser Bühne noch einmal zeigen.“

© dpa-infocom, dpa:210528-99-781214/5

Kader U21

Termine U21

Stadien U21-EM

Spielplan U21-EM

Wissenswertes zur U21-EM

U21-Statistiken

Infos zur U21-EM

Reglement U21-EM