Eine Arbeitsgruppe will den rechten Aktivitäten in Uchte entgegnen. Foto: domoskanonos - stock.adobe.com

Eine Arbeitsgruppe will den rechten Aktivitäten in Uchte entgegnen. Foto: domoskanonos - stock.adobe.com

Uchte 15.10.2020 Von Die Harke

Uchte gegen Rechts

Eine Arbeitsgruppe will den Aktivitäten entgegnen

In Uchte hat sich ein Arbeitskreis zusammengefunden, um den beobachteten rechten Aktivitäten im Südkreis zu begegnen. Dabei trafen sich Vertreter des Gemeinderates, des Präventionsrates, Vertreter der Verwaltung sowie interessierte Bürger, heißt es dazu aus der Samtgemeindeverwaltung.

„Zusätzlich leisten Rudi Klemm vom Weser-Aller-Bündnis engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE) und Werner Behrens vom Runden Tisch Nienburg Unterstützung. Sie wurden begleitet von der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus des Landes Niedersachsen, deren Experten die Beobachtungen in einen größeren Kontext stellen konnten.“

In einer lebhaften Diskussion stellten die Teilnehmer fest, dass bereits heute rechtsextreme Einflussnahme in der Samtgemeinde zu bemerken sei. Dazu zählten völkische Siedler in der Tradition des historischen Nationalsozialismus, die den dünn besiedelten ländlichen Raum nutzen, um unbemerkt auf das Ziel einer „national befreiten Zone“ hinzuarbeiten. Außerdem seien menschenfeindliche, rassistische Aufkleber und Graffitis (Hakenkreuze) im öffentlichen Raum aufgefallen, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Besorgnis hätten demnach zudem Personen erregt, die in Kleidung und Tätowierungen ihre Demokratiefeindlichkeit zum Ausdruck brächten. Es bestehe die Befürchtung, dass im Zuge der Corona-Pandemie Personen, die unter den Hygienemaßnahmen leiden, Anschluss an rechte Parteien finden, die die Verunsicherung der Menschen für sich zu nutzen wüssten. So besteht nach Ansicht der Versammelten die Gefahr, dass rechte Strukturen wachsen und sich verfestigen. Um dem entgegen zu treten sei ein Anschlusstreffen mit Vertretern aus den Gemeinden sowie interessierten Bürgern geplant. Die Teilnehmer können sich über Erfahrungen mit rechten Tendenzen in der Samtgemeinde Uchte austauschen und diskutieren, wie die Demokratie vor Ort geschützt werden könne. Der zunächst für Anfang November vorgesehener Termin kann wegen der bestehenden coronabedingten Einschränkungen nicht stattfinden und wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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Erstellt:
15. Oktober 2020, 18:30 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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