In einem der Workshops befassten sich die jungen Menschen mit der Programmierung und den Funktionen von speziellen Lego-Robotern. Foto: Oberschule Uchte

In einem der Workshops befassten sich die jungen Menschen mit der Programmierung und den Funktionen von speziellen Lego-Robotern. Foto: Oberschule Uchte

Uchte 05.04.2021 Von Die Harke

Uchter Oberschüler erlebten Berufsvorbereitung in Pandemie-Zeiten

Praxisworkshops statt Praktik

Vor dem Hintergrund der derzeitigen Pandemie-Situation standen an der Oberschule Uchte statt Betriebspraktika drei unterschiedliche Praxisworkshops für die 47 Schülerinnen und Schüler aus den beiden Praxisklassen in Jahrgang neun auf dem Programm.

Unter dem Titel „Kreatives und Köstliches zum Osterfest“ bereiteten die Teenager unter Regie von Birthe Schnelle einen Osterbrunch vor und sorgten für die passende Dekoration und Tischgestaltung. Neben der Herstellung einer stilvollen Einladung befassten sich die Schüler auch mit dem Binden eines Tischkranzes.

Das Finale war dann der Osterbrunch. In nettem Ambiente wurden Schulleiter Detlef Seiler, Sozialarbeiterin Uta Sievers, Hausmeister Herr Michael Beckmeyer und Lehrer Uwe Stoffers mit Köstlichkeiten verwöhnt. „Eine gelungene Idee, bei der die Schüler einiges unter Beweis stellten“, bemerkte Uta Sievers.

Die Gestaltung eines überdimensionalen „Lapbooks“, versehen mit interaktiven Elementen, war die Aufgabe in der „Medienwerkstatt“ unter Leitung von Lehrerin Silke Wiehe. Thematisch geht es darin um die Uchter Stolpersteine – Familie Meyer/Pagener – deren Schicksal grundschulgerecht aufgearbeitet worden ist.

Die Workshopteilnehmer fertigten Mindmaps am PC mithilfe spezieller Programme an, fügten in Arbeitsblätter interaktive Schaltflächen ein, wandten QR-Codes an und nutzten Autoformen. „So entstand im Laufe der Zeit ein abwechslungsreiches und äußerst informatives Lapbook, auf dem es für Grundschüler vieles zu entdecken gibt“, berichtete Wiehe.

Ein Workshop befasste sich mit den Uchter Stolpersteinen und der altersgerechten Aufbereitung der Schicksale mehrerer jüdischer Mitbürger für Grundschüler. Foto: Oberschule Uchte

Ein Workshop befasste sich mit den Uchter Stolpersteinen und der altersgerechten Aufbereitung der Schicksale mehrerer jüdischer Mitbürger für Grundschüler. Foto: Oberschule Uchte

Im „Robotik-Workshop“ von Hilmar Hüsing haben die Schüler mit den schuleigenen Lego-Mindstorms-Robotern experimentiert. Elektromotoren und Sensoren mussten mit funktionierenden Lego-Konstruktionen verbunden und durch eine richtige Programmierung zum Leben erweckt werden. Sehr schnell sind die Schüler der Praxisklassen aus den vorgegebenen ersten Bauschritten herausgewachsen und haben eigenständig kreativ konstruiert, programmiert und probiert.

Für die Schüler war es allerdings überraschend, dass ihnen Themen aus dem Mathematikunterricht ständig begegneten. „Die Schüler der Praxisklassen haben einfach richtig Biss! Statt zu chillen und die Füße hochzulegen, wollen sie anpacken und etwas schaffen“, fasste Kursleiter Hüsing seine Eindrücke der Workshop-Wochen zusammen.

In Zeiten ohne Kontaktbeschränkungen absolvieren die Schüler in den Praxisklassen in drei Schulhalbjahren Langzeitpraktika, immer beginnend mit einem zweiwöchigen Betriebspraktikum und anschließendem wöchentlichen Praxistag etwa für ein Vierteljahr.

„Praktika sind Sprungbrett ins Berufsleben“

„Diese letzten Wochen speziell in den Praxisklassen haben uns mal wieder vor Augen geführt, wie wichtig Praxis im Schulalltag ist. Gerade die Praktika sind für viele Schüler ein Sprungbrett ins Berufsleben. Die Betriebe und die Schüler lernen sich intensiv kennen und für den einen oder anderen Jugendlichen hat sich daraus schon eine Ausbildungsstelle ergeben. Wir hoffen, dass wir diesen Weg so schnell wie möglich wieder werden gehen können“, heißt es aus der Oberschule Uchte.

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Erstellt:
5. April 2021, 16:22 Uhr
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