Die Diepholzer SPD-Kreistagsfraktion informierte sich bei Vilsa-Brunnen. SPD Diepholz

Die Diepholzer SPD-Kreistagsfraktion informierte sich bei Vilsa-Brunnen. SPD Diepholz

Bruchhausen-Vilsen 22.08.2017 Von Die Harke

Über den Bedarf hinaus ausbilden

Diepholzer SPD-Kreistagsfraktion informierte sich bei Vilsa-Brunnen in Bruchhausen-Vilsen

„Reinstes Quellwasser, das unvorstellbare 7.000 Jahre alt ist, war und ist die Grundlage eines erfolgreichen Familienunternehmens in der Region: Vilsa-Brunnen.“, schreibt die Diepholzer SPD-Kreistagsfraktion über ihren Besuch beim Unternehmen. Der geschäftsführende Gesellschafter Henning Rodekohr, berichtete, dass das Unternehmen bereits seit mehr als 100 Jahren besteht, ständig gewachsen sei und nun schon in der vierten Generation geführt werde: „Wir sind uns der besonderen Verantwortung für unsere Umwelt, unsere Kunden, unsere Lieferanten, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für die Region bewusst.“ Diese Verantwortung schlage sich in allen Entscheidungen für das Unternehmen nieder. So würden energetische und ressourcenschonende Arbeitsweisen eingesetzt, ökologische Projekte in der Region gefördert und bei der Auswahl der Produkte für die Herstellung der Fruchtschorlen werde auf qualitativ hochwertige und regionale Produkte geachtet.

Eine besondere Verantwortung und Wertschätzung genießen laut Rodekohr die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: Qualifizierung und Fortbildung seien im Unternehmen eine Selbst- verständlichkeit. Dem Fachkräftemangel werde vorgebeugt, indem über den eigenen Bedarf hinaus ausgebildet werde, sowohl im kaufmännischen als auch im technischen Bereich.

Zusammen mit der SPD-Kreistagsfraktion nahmen an dem Gespräch auch Tevfik Özkan, SPD-Bundestagskandidat, sowie Wiebke Wall und Luzia Moldenhauer als Landtagskandidatinnen teil. Insbesondere ging es darum, inwieweit politische Entscheidungen auf Landes- oder Bundesebene das Unternehmen direkt beeinflussten.

Diese Fragen habe Rodekohr schnell beantwortet: Kritisch gesehen werde in der gesamte Branche der Getränkehersteller das Fracking, sowie alle anderen Bohrungen, die, nicht sachgerecht ausgeführt, irreversible Schäden der Erdschichtung verursachen könnten. Dadurch könne Oberflächenwasser, das mit Nitrat und anderen Schadstoffen belastet sei, in die Tiefe eindringen und dort die Qualität des Wassers nachhaltig beeinträchtigen.

Sein Unternehmen sei offen für Neuerungen und ein Befürworter der Energiewende, so Rodekohr weiter. Auch einer Debatte über gesunde Ernährung und Lebensweise stehe das Unternehmen offen gegenüber. Es sei aber problematisch, wenn in der Gesetzgebung alle Getränkehersteller über einen Kamm geschoren würden. Dabei zielte Rodekohr auf eine europäische Verordnung hin, die eine prozentuale Reduzierung des Zuckergehaltes von Süßgetränken umfasse. Dabei werde nicht berücksichtigt, dass, wie bei Vilsa üblich, Fruchtsäfte nur mit natürlichem Zuckergehalt verwendet würden, und grundsätzlich auf künstliche Zuckerersatzstoffe verzichtet werde.

„Die Fraktionsmitglieder bedankten sich bei Rodekohr für die ausführlichen Informationen, sowie für sein Engagement in der Region, als Arbeitgeber, als Förderer und Sponsor vor allem von Sportveranstaltungen in der Region“, heißt es abschließend.

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Erstellt:
22. August 2017, 21:00 Uhr
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