Der Text im Original. CJD

Der Text im Original. CJD

Nienburg 04.11.2017 Von Die Harke

Über den Weg vom Müll

CJD-Serie: Willkommen in Nienburg / Teilnehmer der PerFACT-Maßnahme zu Besuch beim BAWN

Bereits zum wiederholten Male besuchten die Mitarbeiter des [DATENBANK=6541]CJD Nienburg[/DATENBANK] mit einer Gruppe von Teilnehmern der PerFACT Maßnahme (einer berufsorientierten Maßnahme für Flüchtlinge, durchgeführt in Kooperation mit den Ausbildungsstätten Rahn, der DEULA Nienburg und dem ESTA Bildungswerk) den Betrieb Abfallwirtschaft Nienburg/Weser (kurz [DATENBANK=1799]BAWN[/DATENBANK]). Dazu berichtet Samir Elladawi: „Wir wurden freundlich durch den Mitarbeiter Herrn Schniering in Empfang genommen und zunächst mit dem Schaumodell des BAWN vertraut gemacht. Dieses zeigt eine Sicht von oben auf das gesamte Gelände.

Anschließend erklärte Herr Schniering uns anhand einer Fotostrecke die Entstehung des Entsorgungszentrums (Früher noch Zentraldeponie) und machte auf die deutlichen Unterschiede zwischen früher (1983) und heute aufmerksam. Ein wesentlicher Unterschied ist zum Beispiel, dass es im Raum Nienburg heute nur noch Tonnen und Container gibt. Früher wurde der Müll in Säcken entsorgt und durch Körperkraft in die Müllwägen befördert. „Mir kommt diese Entsorgungsweise aus meinem Herkunftsland heute noch bekannt vor“, so lautete der Kommentar einer Teilnehmerin aus der Gruppe.

Im Anschluss an diesen kleinen Exkurs in die Geschichte lud uns Herr Schniering zu einem Film ein, der die Müllentsorgung von heute in seiner Ausführlichkeit zeigt. Hier wurde deutlich, dass der Müll hauptsächlich weiterverarbeitet und wiederaufbereitet wird. Manche Stoffe dienen zum Beispiel der Energiegewinnung, andere enthalten gefährliche Substanzen. Um Bränden entgegenzuwirken, wurden besondere Maßnahmen ergriffen, wie zum Beispiel der Einsatz von Wärmebildkameras, die die Temperatur im Inneren des Abfallberges messen.

In einer kleinen Praxiseinheit bekam unsere Gruppe anschließend die Gelegenheit, bereits vorhandenes Wissen und neu Erlerntes anzuwenden. Hier galt es, Müll den richtigen Entsorgungsbehältern zuzuordnen. Dabei kamen die Teilnehmer nicht selten ins Grübeln, denn es gibt neben dem Restmüll-, Plastikmüll-, Papier- und Glasmüllcontainer noch weitere weniger bekannte Entsorgungsbehälter. „Und in welche Tonne gehört bitteschön ein Handy?“ Mit etwas Hilfestellung und Zusammenarbeit konnte aber auch diese Aufgabe gelöst werden. Eine Teilnehmerin erwies sich sogar als Profi auf dem Gebiet der Biomüllentsorgung.

Mit Warnwesten ausgestattet betraten wir schließlich das Betriebsgelände und erhielten einen Einblick in das Geschehen auf dem Entsorgungshof. Zudem bekamen wir im Empfangshäuschen einen Eindruck über die Aufgaben an der Waage und konnten von dort aus über Kameras das Geschehen auf dem Gelände verfolgen. Auf dem Monitor sah man zum Beispiel gerade, wie die Abfalltonnen gereinigt werden.

Unsere Besichtigung endete mit der Besteigung der Kräher Höhe. Die Gruppe hatte hier noch die Gelegenheit, durch das Fernrohr in das vernebelte Nienburg zu blicken und den Höchsten Punkt Nienburgs auf 63,83 Metern zu erklimmen. Die lebendige Sonnenuhr konnten wir an diesem bewölkten Tag leider nicht zum Leben erwecken. Und zum Drachensteigen fehlte es an Wind. Aber für ein schönes Erinnerungsfoto reichte es allemal. Mit besonderem Dank verabschiedete sich die Gruppe nach der interessanten Führung von Herrn Schniering.“

Am Dienstag, 7. November, findet das Begegnungskaffee St. Martin wie immer ab 16 Uhr im Kulturwerk statt.

Den BAWN lernten die Besucher aus erster Hand kennen. CJD

Den BAWN lernten die Besucher aus erster Hand kennen. CJD

Thomas Schniering (links) informierte die Gäste. CJD

Thomas Schniering (links) informierte die Gäste. CJD

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Erstellt:
4. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 30sec

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