Die Skulptur steht: Hermann Bischoff, Hartmut Westermann, Johann Hustedt und Wilfried Imgarten. Achtermann

Die Skulptur steht: Hermann Bischoff, Hartmut Westermann, Johann Hustedt und Wilfried Imgarten. Achtermann

Hilgermissen 15.04.2017 Von Horst Achtermann

„Über die Historie des Ortes nachdenken“

Skulptur von Hermann Bischoff an der Landesstraße 201 in Hilgermissen am Donnerstagabend eingeweiht

Hilgermissen – in seiner jetzigen Form am 1. März 1974 durch den Zusammenschluss der acht damaligen Gemeinden Eitzendorf, Heesen, Hilgermissen, Magelsen, Mehringen, Ubbendorf, Wechold und Wienbergen neu gebildet und mit 2150 Einwohnern und rund 54 Quadratkilometern die größte Flächengemeinde in der Samtgemeinde Grafschaft Hoya – ist um eine Skulptur reicher. Der Hobbykünstler Hermann Bischoff hat ein Kunstwerk erschaffen, das „zum Nachdenken über die Historie des Ortes“ anregen soll. Bischoff gehört zu den Menschen, die sich in dieser weitläufigen Gemeinde Gedanken um den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft mit ihren acht Orten und drei Kirchen machen. Er wohnt im früheren Haus der Samtgemeinde Hilgermissen und ist Mitglied im Arbeitskreis „Dorfregion Hilgermissen“. Der „Landmensch“, wie er sich nennt, hat den Entwicklungen in der Region stets besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Vor zwei Jahren hatte der Hobbykünstler – er malt Bilder und fertigt Metallskulpturen zu aktuellen Themen an – die Idee, ein „Kunstwerk in Form einer Skulptur zu schaffen“.

[DATENBANK=1983]Bürgermeister Johann Hustedt[/DATENBANK] freute sich über diese Eigeninitiative und gab mit dem Rat grünes Licht. „Effektivität und Effizienz durch Fusion“, so der Arbeitstitel für die Skulptur. Bischoff will die Menschen in der Region anregen, Gedanken zu einem besseren Miteinander zu entwickeln und diese mit Leben zu füllen.

Seit Donnerstagabend steht die Skulptur an der Landesstraße 201. Eine Schenkung an die Gemeinde, es entstehen kein Kosten. Bürgermeister Hustedt kam mit Traktor und Frontlader und mischte Beton an, um eine Informationstafel, die von Hartmut Westermann angefertigt wurde, zu befestigen.

„Wenn du Hartmut rufst, dann ist seine Antwort: Ick kome“, so Hustedt. Der vielseitige Handwerker aus Magelsen sei aus Hilgermissen nicht wegzudenken. „Ein hilfsbereiter, feiner Mensch“, so Hustedt weiter. Die Beschriftung hat die Gemeinde bereits in die Wege geleitet. Sarah Stegmann, Studentin und Mitglied im Rat Hilgermissen, hatte sich bereit erklärt.

Die Skulptur besteht aus einer Eisen-Aluminium-Konstruktion, die von einem Edelstahlständerwerk getragen wird. Der gelernte Starkstromelektriker erklärt: „Diese unterschiedlichen Materialien unterliegen elektrochemischen Vorgängen, die dem Kunstwerk mit zunehmenden Alter durch Korrosion ein ständig wandelndes Aussehen verleihen. Das sei Absicht und Wunsch zugleich.

Die acht Ortschaften sind namentlich gekennzeichnet und im geologisch ausgerichteten Einheitskreis aufgebaut. Die Gleichwertigkeit der Orte ist oberhalb des Kreises, als Situation vor 1974, dargestellt. „Das soll zum Nachdenken über die Historie des Ortes anregen, die nicht in Vergessenheit kommen soll“.

Als Dankeschön hatten Bürgermeister Johann Hustedt und [DATENBANK=717]Gemeindedirektor Wilfried Imgarten[/DATENBANK] für Hermann Bischoff und Hartmut Westermann eine Flasche Rotwein und einen Gutschein für ein Essen mitgebracht. Etliche Zuschauer wohnten der „Einweihung“ der Skulptur bei.

Zum Artikel

Erstellt:
15. April 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 19sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.