Beim Unternehmerforum Agrar (von links): Wilken Hartje, Carl-Ludwig Behrens, Dietrich Holler, Anne Dirksen, Prof. Antje-Britta Mörstedt, Stefan Teepker, Henrich Meyer zu Vilsendorf und Lars Nordbruch. Flentje, LWK

Beim Unternehmerforum Agrar (von links): Wilken Hartje, Carl-Ludwig Behrens, Dietrich Holler, Anne Dirksen, Prof. Antje-Britta Mörstedt, Stefan Teepker, Henrich Meyer zu Vilsendorf und Lars Nordbruch. Flentje, LWK

Landkreis 28.11.2017 Von Die Harke

Über die Zukunft der Landwirtschaft

500 Teilnehmer beim Unternehmerforum Agrar von Volksbanken und Landwirtschaftskammer

Beim Unternehmerforum Agrar haben jetzt etwa 500 Teilnehmer in Bassum über Perspektiven für die Landwirtschaft diskutiert.„Wir brauchen mehr Transparenz, denn wir müssen nicht verbergen, was wir tun“, sagte Jung-Landwirt Stefan Teepker als Referent der gemeinsamen Veranstaltung der Volksbanken und der Landwirtschaftskammer: „Das schlechte Image der Tierhalter kommt von zu wenig Offenheit in den vergangenen Jahren. Nur wer sich der Diskussion stellt, kann das Vertrauen der Bevölkerung gewinnen.“ Teepker bietet in einem seiner Geflügelställe in Handrup im Emsland direkte Einblicke. Besucher können jederzeit durch eine Glasscheibe in den Stall schauen. Dass moderne Landwirtschaft wenig mit nostalgischem Bauernhof-Idyll zu tun habe, sagte Milchbauer Lars Nordbruch aus Moordeich. „Landwirte müssen als Unternehmer denken und handeln“, sagte Nordbruch im Dialog mit Anne Dirksen, sozioökonomische Beraterin der Landwirtschaftskammer. Landwirtschaftliche Unternehmer sollten das Thema „Arbeitszeit“ realistisch angehen. Sieben Tage rund um die Uhr im Einsatz seien früher üblich gewesen, passten aber nicht mehr in die heutige Zeit.

„Ob ein Unternehmen erfolgreich fortgeführt wird, hängt davon ab, wie der Prozess gestaltet wird“, sagte Dirksen. Eine fundierte Ausbildung der Junglandwirte zählt für die Beraterin ebenso dazu, wie den Hofnachfolger rechtzeitig einzubinden.

Der Berliner Agrarjournalist Dietrich Holler sagte, dass mit zunehmender Digitalisierung die Gefahr bestünde, dass die Landwirte ihre unternehmerische Unabhängigkeit einbüßten. „Ihr müsst euch für eurer Tun nicht rechtfertigen, wenn ihr im Vorfeld richtig erklärt“, sagte Holler. „Die Lösungen zu Fragen der Hofnachfolge gehören zu den entscheidendsten Aufgaben eines selbstständigen Landwirtes, ganz bestimmt aber zu den emotionalsten“, sagte Carl-Ludwig Behrens, Vorstand der Volksbank Syke. Über die zwischen 1995 und 2010 geborene „Generation Z“ sagte Prof. Antje-Britta Mörstedt von der Privaten Hochschule Göttingen: „Für diese Generation ist das Internet die Heimat.“

Die Z-ler seien selbstbewusst und wünschten sich eine kollegiale Arbeitsatmosphäre.

Der Leiter der LWK-Bezirksstelle, [DATENBANK=562]Henrich Meyer zu Vilsendorf[/DATENBANK], freute sich als Moderator über den enormen Zuspruch und prognostizierte den jungen Landwirten eine positive Zukunft.

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Erstellt:
28. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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