Der Sammelcontainer für das Jakobs-Kreuzkraut auf dem Wertstoffhof Hoya ist gut gefüllt. Frauke Litzkuhn

Der Sammelcontainer für das Jakobs-Kreuzkraut auf dem Wertstoffhof Hoya ist gut gefüllt. Frauke Litzkuhn

Grafschaft Hoya 04.09.2019 Von Die Harke

Über eine Tonne Kreuzkraut gesammelt

Veranstalter der Sammelaktion ziehen Positive Bilanz: Mehr Bürger als im Vorjahr haben mitgemacht

Zum dritten Mal in Folge fand das Jakobs-Kreuzkrautprojekt des Naturschutzvereins „Weseraue“ in Kooperation mit der Samtgemeinde Grafschaft Hoya statt. Auch das Johann-Beckmann-Gymnasium beteiligte sich ein weiteres Mal. Das Resümee der drei Parteien ist rundum positiv: „Die Bereitstellung eines Containers zur kostenfreien Anlieferung von Jakobs-Kreuzkraut auf dem Wertstoffhof Hoya wurde wie im vergangenen Jahr gut angenommen“, heißt es in einer Pressemitteilung. Insgesamt seien 1,14 Tonnen Jakobs-Kreuzkraut gesammelt und im Container abgegeben worden.

„Mich hat gefreut, dass im Container viele Säcke von Privatpersonen zu finden waren. Dies bedeutet, dass das Projekt nun auch in der Bevölkerung der Samtgemeinde Hoya langsam aber sicher Fuß fasst. Im vergangenen Jahr waren mehrheitlich Säcke, gesammelt durch den Projekttag des Johann-Beckmann-Gymnasiums zu sehen. Ich freue mich riesig, dass sich nun viele weitere helfende Hände beteiligen“, so Frauke Litzkuhn, Projektleiterin des Naturschutzvereins „Weseraue“.

Auch im Rathaus wurde ein positives Fazit gezogen: „Im Vergleich zu 2018 scheint dieses Jahr weniger Jakobs-Kreuzkraut zu blühen. Eine solch positive Entwicklung ist mehr als erfreulich und bestätigt uns in der weiteren Unterstützung dieses Samtgemeindeprojekts“, teilt die Samtgemeindeverwaltung mit.

Auch das Johann-Beckmann-Gymnasium als Umweltschule sei von diesem Projekt überzeugt und werde eine Sammelaktion in den höheren Jahrgängen im Zusammenhang mit wissenschaftlicher Aufklärung in seinem Schulprogramm verankern: Diese Thematik eigne sich sehr gut für die exemplarische Behandlung divergierender Interessen im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und Landwirtschaft. Es solle das Verständnis der ökologischen Hintergründe und das Wissen um tatsächliche Risiken gefördert werden, um den Umgang mit diesen heimischen Pflanzen zu versachlichen.

Die Göttinger Erklärung besagt zum Thema „Kreuzkräuter“: „Die beste Vorsorge vor Massenbeständen besteht in einem guten Weidemanagement und der Förderung von artenreichen und standortgerechten Pflanzengesellschaften. In so einem Umfeld gibt es auch für Bienen so viel Nahrung, dass sie die Kreuzkräuter nicht anfliegen müssen. Daran müssen wir alle langfristig arbeiten.“

Es gehe bei dem Projekt also nicht um die Ausrottung einer heimischen Pflanze und auch nicht um das Schüren von übertriebenen Ängsten. Es gehe um sachliche Aufklärung. Zudem es solle einer massenhaften Ausbreitung dieser Pflanze vorgebeugt werden, um das Konfliktpotenzial zwischen den Interessen von Nutztierhaltern und Naturschützern präventiv zu minimieren.

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Erstellt:
4. September 2019, 07:56 Uhr
Lesedauer:
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