Ab sofort können Unternehmen, die durch die Corona-Krise immer noch erhebliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, die neue Überbrückungshilfe des Bundes beantragen. Foto: pixabay

Ab sofort können Unternehmen, die durch die Corona-Krise immer noch erhebliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, die neue Überbrückungshilfe des Bundes beantragen. Foto: pixabay

Landkreis 15.07.2020 Von Die Harke

„Überbrückungshilfe dringend benötigt“

IHK verweist auf Zuschüsse für Firmen

Ab sofort können Unternehmen, die durch die Corona-Krise immer noch erhebliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, über ihren Steuerberater die neue Überbrückungshilfe aus dem Konjunkturpaket des Bundes beantragen. Darauf weist die Industrie- und Handelskammer (IHK) in einer Pressemitteilung hin.

„Viele Gastronomen und Einzelhändler, insbesondere aber auch Schausteller, Messebauer und Reisebüros haben nach wie vor nur geringe oder sogar überhaupt keine Umsätze. Diese mittelständischen Betriebe sind dringend auf Zuschüsse angewiesen, um die kommenden Wochen und Monate überstehen zu können“, sagt Dr. Horst Schrage, Hauptgeschäftsführer der IHK Hannover.

„Die betroffenen Unternehmen haben bis zum Beginn der Corona-Krise erfolgreich gearbeitet und mit den staatlich verordneten Betriebsschließungen gesellschaftliche Verantwortung übernommen.

Deshalb ist es sachgerecht, wenn sie jetzt einen Teil ihrer Fixkosten erstattet bekommen“, sagt Andreas Raetsch, Leiter der IHK-Geschäftsstelle Nienburg. Die entgangenen Umsätze der letzten Monate könnten in den meisten Fällen nicht nachgeholt werden, während die Kosten weitergelaufen seien. Mit Darlehen sei den Unternehmen hingegen nicht geholfen. Diese würden eine drohende Insolvenz oftmals nur auf den Beginn der Rückzahlung des Darlehens hinauszögern.

„Wir gehen davon aus, dass allein im Bezirk der IHK Hannover bis zu 15.000 Unternehmen nach wie vor so stark von der Corona-Krise betroffen sind, dass sie einen Zuschussantrag stellen müssen“, sagt Raetsch.

Der Antrag für die Überbrückungshilfe kann ausschließlich über Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer gestellt werden. Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat.

Bei Unternehmen mit bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat. Die Überbrückungshilfe wird von der NBank als niedersächsischem Förderinstitut ausgezahlt.

Die Industrie- und Handelskammer Hannover hat für ihre Mitgliedsbetriebe zu allen Fragen rund um die Überbrückungshilfe ab sofort eine eigene Hotline geschaltet: (05 11) 3 10 75 45. Alle wichtigen Informationen rund um die neue Überbrückungshilfe und andere Förderprogramme bietet die Corona-Sonderseite auf der Website der IHK Hannover unter www.hannover.ihk.de/ueberbrueckungshilfe.

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Erstellt:
15. Juli 2020, 17:06 Uhr
Lesedauer:
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