ClaudiK - stock.adobe.com

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04.08.2020 Von Die Harke

Uhrwerke - Unterschiede zwischen Automatikuhren und Funkuhren: Worauf man beim Kauf achten muss

Viele Menschen legen Wert auf Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit. Eine Uhr ist daher ein besonders beliebtes Utensil. Doch welche soll es sein? Eine Automatikuhr oder Funkuhr? Wie unterscheiden sich beide Modelle und worauf muss beim Kauf geachtet werden?

Unterschiede zwischen Automatik- und Funkuhren

Egal, welches Modell, das Ziel einer Uhr besteht immer darin, die genaue Zeit anzuzeigen. Dies wird durch die Uhrwerke ermöglicht, doch genau hier gibt es zum Teil große Unterschiede. Wer eine Uhr kaufen möchte, wird sich daher schnell fragen, ob es eine Automatik- oder Funkuhr sein soll. Folgendes zeichnet beide Modelle aus:

Was ist eine Uhr mit Automatikwerk?

Automatikuhren besitzen ein normales mechanisches Uhrwerk, aber ein zusätzlicher Mechanismus wandelt die kinetische in potenzielle Energie um. Die Technik der Automatikuhren ist sehr aufwendig. Sie werden von einem Rotor angetrieben, der durch Bewegungen vom Arm zum Rotieren gebracht wird, um die Antriebsfeder aufzuziehen. So wird stetig Energie hergestellt, sodass keine Batterie erforderlich ist. Das Gehäuse der Automatikuhren ist meistens dicker, denn der Rotor benötigt mehr Platz. Auf folgendes sollte beim Kauf geachtet werden:

* Gangabweichungen bei der Automatikuhr beachten

Die Gangabweichungen können variieren. Bei den meisten Automatikuhren beläuft sie sich am Tag auf -20/+30 Sekunden. Bei manchen Uhren gibt es hierfür eine Anzeige, die den Energiegehalt wiedergibt. Träger wissen somit genau, wie lange die Uhr ohne Bewegungen auskommt. Wer eine höhere Ganggenauigkeit wünscht, sollte eine Uhr mit Chronometerprüfung wählen, denn hier weicht sie maximal -4/+6 Sekunden ab. Diese Uhren sind somit viel genauer als herkömmliche Automatikuhren.

* Gangautomatik

Neben der Ganggenauigkeit spielt die Gangautomatik, die auch Gangreserve genannt wird, eine wichtige Rolle. Sie beschreibt, wie lange das Uhrwerk nach dem letzten Bewegen weiterläuft. Je nach Modell sind es 32 bis 60 Stunden. Danach kommt das Uhrwerk zum Stillstand. Eine Automatikuhr erweist sich daher vor allem als sinnvoll, wenn sie täglich oder fast jeden Tag getragen wird. Es gibt auch spezielle Uhrenbeweger für die Aufbewahrung, wenn sie nicht regelmäßig getragen wird. Er simuliert das Tragen, sodass die Aufzugsfeder stetig gespannt und der Zeitmesser in Gang gehalten wird.

Was ist eine Funkuhr?

Funkuhren müssen nicht manuell eingestellt werden und zeigen die Zeit dennoch auf die Sekunde genau an. Die kleinen Antennen innerhalb des Gehäuses der Uhr, bei der es sich um eine Quarzuhr handelt, empfangen die Signale in regelmäßigen Abständen von Funktürmen. Anschließend stellt sie sich automatisch ein. Das manuelle Umstellen von der Sommer- auf die Winterzeit oder umgekehrt entfällt. Funkuhren sind auch auf Reisen eine gute Wahl, denn sie zeigen stets die genaue Ortszeit an. Bei manchen Modellen sind auf dem Display sogar gleichzeitig verschiedene Zeitzonen erkennbar. Im Gegensatz zur Automatikuhr, die auf Bewegungen des Handgelenks angewiesen ist, läuft die Funkuhr auch bei Störungen normal weiter. Eine Batterie wird bei beiden Varianten nicht benötigt. Beim Kauf sollt auf folgendes geachtet werden:

* Gute Qualität

Leichte Gangfehler des Uhrwerks werden regelmäßig korrigiert. Damit dies tatsächlich in jeder Situation der Fall ist und die Zeit immer funkgenau angezeigt wird, sollte beim Kauf der Uhr auf Qualität geachtet werden. Auch das Material des Uhrenglases ist entscheidend, denn es schützt das Innenleben. Im Alltag ist gehärtetes Mineralglas eine gute Wahl und bei stärkeren Belastungen sollte es das besonders bruchsichere und weltweit härteste Saphirglas sein.

* Zusatzfunktionen

Die Zusatzfunktionen reichen sowohl bei der Automatik- als auch bei der Funkuhr von der Anzeige des Datums über einen integrierten Kalender bis hin zum Wecker oder zur Stoppuhr, die beispielsweise für Sportler sinnvoll ist.

Fazit

Ob es lieber eine Automatik- oder Funkuhr sein soll, dies ist eher eine subjektive Entscheidung. Beide Modelle haben ihre Vorteile: Sie müssen nicht manuell eingestellt oder aufgezogen werden und benötigen keine Batterien. Letzteres schont die Umwelt. Bei beiden Uhren sollte auf Qualität geachtet werden. Gerade bekannte Marken punkten mit einer genauen Darstellung der Zeit.

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Erstellt:
4. August 2020, 09:48 Uhr
Lesedauer:
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