Wer im Straßenverkehr zu Fuß oder mit einem Fahrrad unterwegs ist, der sollte auch gut zu erkennen sein. Warnwesten sind dafür sehr gut geeignet. Foto: Medienarchiv des Deutschen Verkehrssicherheitsrates

Wer im Straßenverkehr zu Fuß oder mit einem Fahrrad unterwegs ist, der sollte auch gut zu erkennen sein. Warnwesten sind dafür sehr gut geeignet. Foto: Medienarchiv des Deutschen Verkehrssicherheitsrates

Landkreis 13.12.2020 Von Die Harke

Um jeden Preis auffallen

Serie „Fünf Minuten für Ihre Sicherheit“: Mit heller Kleidung und Reflexstreifen sind Fußgänger und Radler erkennbar

Ob als Kleinkind, Jugendlicher, junger Erwachsener oder rüstiger Rentner, ob zu Fuß unterwegs, auf dem Fahrrad oder mit Kraftfahrzeugen: „Wir alle nehmen fast tagtäglich am Straßenverkehr teil!“, sagt das Präventionsteam der Nienburger Polizei. Im zweiten Teil der HARKE-Serie „Fünf Minuten für Ihre Sicherheit“ geht es um das Thema Sicherheit im Straßenverkehr.

Das Präventionsteam besteht aus fünf Polizisten: Nicole Schuster, Gerd Kertzinger, Volker Conrad, Henri Slaar und Daniel Jahn, der das Team leitet. Autofahrer nehmen die anderen Verkehrsteilnehmer zumeist schlecht wahr. Das liegt hauptsächlich an ihrer schmalen Silhouette. Dunkelheit, neblig-trübes oder regnerisches Wetter schränken die Sichtbarkeit zusätzlich ein. „Je eher der Autofahrer den Fußgänger oder den Radfahrer sieht, desto eher kann er auf ihn reagieren“, macht das Polizei-Präventionsteam deutlich.

Das Team gibt diese wertvollen Tipps: „Beim nächsten Kauf neuer Herbst-Winterbekleidung könnte die Entscheidung in diesem Jahr doch vielleicht auf eine Jacke oder einen Mantel in helleren Farben oder mit reflektierenden Elementen fallen. Zum Thema reflektierende Materialien lassen Sie sich einmal in den örtlichen Bekleidungsfachgeschäften, den Sportfachgeschäften oder vom Fahrradhändler beraten.“

Ein wichtiges Entscheidungsmerkmal dabei sei unter anderen eine Zertifizierung nach EU-Norm. Neben dieser sogenannten passiven Beleuchtung können Fußgänger oder Radfahrer zusätzlich mit aktiver Beleuchtung, mit einer eingeschalteten Taschenlampe oder einer Kopflampe, Lichtakzente setzen. Hierbei sollten es jedoch unbedingt vermieden werden, andere Verkehrsteilnehmer zu blenden.

Radfahrer sind bei schlechter Sicht besonders gefährdet, warnen die Polizeibeamten. Sie werden aufgrund ihres schmalen Erscheinungsbildes häufig von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen. „Die gesamte Beleuchtung des Rades muss funktionstüchtig sein und das Fahrrad sollte gegebenenfalls mit zusätzlich angebrachten reflektierenden Materialien ausgestattet sein. Auch wenn spezielle Radlerkleidung oft mit Reflexstreifen versehen ist, auch in Alltagskleidung können zusätzliche Arm- oder Bein-Klettbänder sehr hilfreich sein“, rät das Präventionsteam.

Besonders bei Kindern sollten die älteren Verkehrteilsnehmer sprichwörtlich mit „gutem Beispiel vorangehen“, da insbesondere jüngere Kinder sich noch nicht in andere Verkehrsteilnehmer hineinversetzen können.

„Viele dieser Kinder nehmen an, dass sie von den Autofahrern gesehen werden, sobald sie diese selber sehen. Darum auch die Bitte der Polizei: Bringen Sie sich und andere nicht unnötig in Gefahr und nutzen Sie, wann immer die Möglichkeit besteht, Ampeln, Fußgängerüberwege, Zebrastreifen sowie Querungshilfen oder Mittelinseln zum Überqueren der Straße. Meiden Sie insbesondere schlecht einsehbare Stellen, wie zum Beispiel zwischen geparkten Autos, um dort die Straße zu überqueren. Versuchen Sie, durch Blickkontakt oder Handzeichen auf sich aufmerksam zu machen, damit Sie beim Überqueren der Straße von den anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen werden. Bringen Sie Ihren Kindern grundsätzliche Verhaltenstipps bei! Denn wir wollen, dass Sie sicher leben“, sagt das Präventionsteam der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg.

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Erstellt:
13. Dezember 2020, 15:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 21sec

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