Die Tage der in die Jahre gekommenen und darum wenig einladenden Ortstafeln an den Eingängen zur Stadt sind gezählt. Wie die Verwaltung berichtet, sind neue Motive in Arbeit.  Hagebölling

Die Tage der in die Jahre gekommenen und darum wenig einladenden Ortstafeln an den Eingängen zur Stadt sind gezählt. Wie die Verwaltung berichtet, sind neue Motive in Arbeit. Hagebölling

Nienburg 03.08.2019 Von Edda Hagebölling

Umfrage geplant

Nutzt Nienburg überhaupt die Chance, die der Titel „Europas schönster Wochenmarkt bietet? Antworten von Pressesprecherin Antonia Kleinert

Nutzt Nienburg überhaupt die Chance, die der Titel „Europas schönster Wochenmarkt“ bietet, und warum ist auf den Ortstafeln am Eingang zur Stadt neuerdings nicht mehr von „Europas schönstem Wochenmarkt“, sondern lediglich von „Nienburgs grünem Markt“ die Rede? Das waren zwei der Fragen, die die HARKE am Sonntag aus aktuellem Anlass an Antonia Kleinert, Pressesprecherin der Stadt Nienburg, richtete. Lesen Sie hier die Antworten aus dem Rathaus:

Nienburg darf den Titel „Europas schönster Wochenmarkt“ solange führen, bis er neu vergeben wird. Der Titel soll weiterhin als Marketingstrategie des Wochenmarkts genutzt werden, allerdings nicht mehr so offensiv wie in den vergangenen zehn Jahren. Grund dafür ist unter anderem eine stetige Veränderung des Wochenmarktes. Weitere neue Marketingstrategien sind zum Beispiel die Bonuskarte und die Markttasche.

Gesagt wird außerdem, dass Nienburg nichts mache aus dem Titel „Europas schönster Wochenmarkt“. Alles wäre beim Alten geblieben. Darum die Frage: Wird von seiten der Stadt aktiv Akquise betrieben, wird auch von Ihrer Seite geschaut, ob es Anbieter gibt, die zur Vielfalt betragen könnten und werden diese gezielt angeworben? Oder ist die Anzahl der Wochenmarktbeschicker limitiert?

Das Angebot des Wochenmarkts wird stetig erweitert. Folgende Marktbeschicker sind schon allein in den letzten zwei Monaten dazu gekommen: Simon Biere (Imbiss) am Samstag, Stephan Weiss (Honig) am Samstag, Erich Apfelstaedt (Produkte rund um die Ziege) am Samstag, Frank Roselius (Gewürze) am Mittwoch und Samstag, Alexander Rout (Honig) am Mittwoch und Daniel Siebert (Pflanzenhof) am Mittwoch.

Die Anzahl der Wochenmarktbeschicker ist aus Platzgründen limitiert. Die Vielfalt der Angebote wird hier natürlich stetig beachtet. Außerdem werden musikalische Events auf dem Wochenmarkt geplant. Damit zeichnet sich Nienburgs Wochenmarkt nicht nur als grüner Markt, sondern auch als Treffpunkt und Kommunikationsraum aus.

Das Wochenmarktteam im Fachbereich Sicherheit und Ordnung, Daniel Staffhorst und Marc Fortmann, versuchen bei der Auswahl neuer ergänzender Angebot stets darauf zu achten, dass auch andere Zielgruppen, beispielsweise jüngeres Publikum, angesprochen wird.

Aus der Politik kommt ja die Frage, ob der Wochenmarkt nicht weiter Richtung nördliche Lange Straße rücken könnte. Wie steht die Verwaltung zu dieser Idee?

Diese Fragestellung wird im Rahmen der Innenstadtsanierung offen diskutiert.

Und war man der Bitte der Geschäftswelt, den Wochenmarkt später starten und entsprechend später enden zu lassen, seinerzeit nachgegangen?

Es bestehen ständig offene Gesprächsprozesse mit den Besucherinnen und Besuchern und den Beschickern des Wochenmarkts. Außerdem wird es dieses Jahr noch eine Umfrage bei Wochenmarktbesuchern zu den verschiedenen Themen geben.

Es besteht insgesamt Einigkeit, dass der Wochenmarkt ein Frequenzbringer für die Innenstadt ist und zur Belebung beiträgt. Die unterschiedlichen Interessen von Marktbeschickern, Geschäftsleuten und Marktbesuchern versucht das Veranstaltungsteam angemessen zu berücksichtigen und in Einklang zu bringen. Dies wird als fortwährender Prozess verstanden.

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Erstellt:
3. August 2019, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 25sec

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