Die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS) sowie die Frauen- und Mädchenberatungsstelle bei Gewalt haben neue Räumlichkeiten. Foto: Kreide

Die Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS) sowie die Frauen- und Mädchenberatungsstelle bei Gewalt haben neue Räumlichkeiten. Foto: Kreide

Nienburg 22.02.2020 Von Die Harke

Umzug in die „DüDo20“

Beratungsstellen bei häuslicher Gewalt haben in Nienburg ein neues Zuhause gefunden

Kürzlich wurden die neuen Räumlichkeiten der Beratungs- und Interventionsstelle bei häuslicher Gewalt (BISS) sowie der Frauen- und Mädchenberatungsstelle bei Gewalt an der Düsseldorfer Straße 20 in Nienburg offiziell eröffnet. Die Vereinsvorsitzende Anja Altmann begrüßte die zahlreichen Gäste im ehemaligen Wohnzimmer und jetzigen Beratungszimmer des Reihenhauses. „Sehr herzlich möchte ich insbesondere allen Mitarbeiterinnen danken, deren Engagement – auch bei der Herrichtung des neuen Beratungshauses – über das normale Dienstverhältnis hinausgeht.“

Es sei ein idealer Ort für die Beratungsstellen geschaffen worden. Altmann sprach darüber hinaus dem Förderverein sowie der Bürgerstiftung ihren großen Dank aus. „Die beträchtliche finanzielle Unterstützung aus Spenden und von der Bürgerstiftung hat unter anderem wesentlich dazu beigetragen, die Einrichtung des Beratungshauses zu vervollständigen“, dankte die Vorsitzende dem anwesenden Vorstandsmitglied der Bürgerstiftung, Volker Dubberke, und der Vorsitzenden des Fördervereins, Wera Peterek.

Neben den Mitgliedern des Bundestages Marja-Liisa Völlers (SPD) und Katja Keul (Grüne) wurden ebenfalls der erste Kreisrat Thomas Klein und Nienburgs Bürgermeister Henning Onkes namentlich begrüßt. „Auch hier ist ein riesiges Dankeschön auszusprechen für die dauerhafte finanzielle Unterstützung von Landkreis und Stadt Nienburg, die über viele Jahre die Arbeit des Vereins in dieser Qualität ermöglicht“, erklärte Altmann weiter und nannte insbesondere die Finanzierung des damaligen Frauennotrufes und jetzigen Frauen- und Mädchenberatungsstelle durch die Übernahme der Personalkosten durch die Stadt Nienburg. „Und dass die Stadt bei diesem Haus an den Verein Frauenhaus Nienburg als möglichen Nutzer gedacht hat, ist ein echter Glücksfall“, brachte die Vorsitzende ihre Freude über den Umzug vom multifunktional genutzten AWO-Gebäude an der Von-Philipsborn-Straße an die Düsseldorfer Straße zum Ausdruck.

Bürgermeister Onkes erläuterte den Gästen dann auch anschließend kurz die Geschichte des Hauses: „Mit der unerwarteten Erbschaft dieses Hauses an die Stadt Nienburg war für uns auch gefühlt der Auftrag verbunden, das Vermögen nicht nur einfach in den Haushalt der Stadt zu überführen, sondern diese Gelegenheit zu nutzen, wichtige soziale Arbeit in Nienburg zu unterstützen.“

Er sei sehr froh, dass für die wertvolle und emotional schwierige Arbeit der Beratungsstellen nun ein Ort gefunden wurde, an dem die Mitarbeiterinnen gute äußere Rahmenbedingen mit Beratungszimmern und Büroräumen vorfinden würden.

Die Begrüßung endete mit der Aufforderung der Vorsitzenden Anja Altmann an alle Anwesenden, sich an der Namensgebung für das neue Beratungshaus zu beteiligen, damit so schnell wie möglich ein entsprechendes Schild an der Fassade des Hauses angebracht werden kann. Neben „Frida“ und „Bertha“ (kurz für Beratungshaus) stand „Düdo20“ (kurz für Düsseldorfer Straße 20) zur Auswahl. Letzterer Name hatte dann auch gegen Ende des geselligen Nachmittags die Nase weit vorn.

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Erstellt:
22. Februar 2020, 11:38 Uhr
Lesedauer:
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