Die BBS-Schülerinnen mit Frauenhaus-Mitarbeiterin Kirsten Heusmann. Hagebölling

Die BBS-Schülerinnen mit Frauenhaus-Mitarbeiterin Kirsten Heusmann. Hagebölling

Nienburg 13.05.2017 Von Edda Hagebölling

„Und wie heißt die Treppe?“

BBS-Schülerinnen haben Video, Präsentation und Flyer an Frauenhaus-Mitarbeiterin Kirsten Heusmann übergeben

„Und wie heißt die Treppe, auf der Sie ausgerutscht sind?“ Wie in der vergangenen Ausgabe bereits angekündigt, haben Lea Bröking, Fenja Rehbock, Lea-Malin Töpler, Lea Goldschrafe, Eve Heckmann und Milena Schliep am Dienstag die Ergebnisse ihrer Projektarbeit an ihren Auftraggeber, das [DATENBANK=4271]Nienburger Frauenhaus[/DATENBANK], überreicht.

Mehrere Monate lang hatten die sechs Schülerinnen aus dem 12. Jahrgang des [DATENBANK=1231]Beruflichen Gymnasiums[/DATENBANK] an den [DATENBANK=1231]Berufsbildenden Schulen[/DATENBANK] des Landkreises Nienburg das Thema „Häusliche Gewalt“ aus den verschiedensten Blickwinkeln beleuchtet. Herausgekommen sind ein Video, eine Power-Point-Präsentation und ein Flyer.

All das hat Frauenhaus-Mitarbeiterin [DATENBANK=696]Kirsten Heusmann[/DATENBANK] mit großem Dank in Empfang genommen. Dass die von den Sozialpädagogik-Schülerinnen erarbeiteten Materialien in der Frauenhaus-Arbeit zum Einsatz kommen werden, versteht sich für sie von selbst.

Dass besonders Video und Präsentation ihre Wirkung nicht verfehlen, konnten die sechs bei einem Probelauf für eine der 11. Klassen feststellen.

„Ein Haus, in dem eine Frau sich nicht sicher fühlt, ist kein Zuhause.“

„Als das Video anfing, wurde es ganz still im Klassenraum“, so das Projektteam. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass in Deutschland jede vierte Frau Opfer von häuslicher Gewalt wird. Diese Gewalt gehe nicht etwa „vom bösen schwarzen Mann“ aus, sondern vom Partner oder Ex-Partner. Eine Tatsache, die häufig auch die Jungen ganz betroffen macht, so Kirsten Heusmann.

Informiert wird in dem Flyer auch darüber, dass häusliche Gewalt sowohl körperlich als auch verbal oder ökonomisch sein kann. „Ein Haus, in dem eine Frau sich nicht sicher fühlt, ist kein Zuhause.“

Der Flyer enthält neben dieser Erkenntnis außerdem Informationen über die Adressen, an die von Gewalt betroffene Mädchen und Frauen sich wenden können.

Das Frauenhaus selbst hat die Telefonnummer 0 50 21/ 24 24.

Alle 11. BBS-Klassen bekommen diese – und auch alle anderen im 12. Jahrgang des beruflichen Gymnasiums erarbeiteten – Projektergebnisse am Dienstag, dem 23. Mai, zu sehen.

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Erstellt:
13. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 57sec

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