Timo Schwiersch DH

Timo Schwiersch DH

#tgif 09.06.2017 Von Timo Schwiersch

Unendliche Weiten

„... Dies sind die Abenteuer des neuen Raumschiffs Enterprise ...“ Jeden Nachmittag saß ich vor gut 20 Jahren pünktlich um 14 Uhr vor dem Fernseher, wenn Captain Picard seine Crew durch die Tiefen des Weltraums führte und dabei in Galaxien vordrang, „die nie ein Mensch zuvor gesehen hat“. Schon seit meiner Kindheit war ich fasziniert von Science Fiction und Mystery und habe sämtlich Serien von Star Trek bis Akte X förmlich verschlungen. Während ich in meiner Jugend einfach nur von der Vorstellung fasziniert war, wie die Zukunft aussehen könnte und wie die Menschen in dieser fernen Zukunft das Weltall erkunden und gegen bisher völlig unbekannte Bedrohungen kämpften, weiß ich inzwischen auch, wie visionär das Lebenswerk von Schöpfer Gene Roddenberry zur damaligen Zeit war. Menschen verschiedenen Geschlechts, Herkunft und Rasse arbeiteten und lebten friedliche Seite an Seite auf der Enterprise. Der erste Kuss in der Geschichte des Fernsehens zwischen einem weißen Mann und einer dunkelhäutigen Frau fand zwischen Lieutenant Uhura (Nichelle Nichols) und Captain Kirk (William Shatner) statt. Und selbst Martin Luther King war ein Fan der Serie und überredete Nichols nach der ersten Staffel weiterzumachen, da er die Vision Roddenberrys teilte. So hat die Serie mit mutigen Ideen das voran gebracht, was in diesen Bereichen heutzutage weitgehend selbstverständlich ist: Akteptanz und Toleranz.

725 Folgen, 13 Filme

Inzwischen gibt es sechs verschiedene Star-Trek-Serien mit insgesamt über 700 Folgen, sowie 13 Filme. Und ich habe alle gesehen. Eine siebte Serie „Star Trek: Discovery“ befindet sich in Produktion und soll noch in diesem Jahr starten - über zehn Jahre nach dem Ende der letzten Star-Trek-Serie und rund 50 Jahre nach Beginn der ersten. Und die Kinofilme haben nach dem Reboot unter Regisseur J. J. Abrams, der unter anderem auch bei der letzte Star-Wars-Episode „Das Erwachen der Macht“ oder der Serie „LOST“ Regie führte, wieder ordentlich Fahrt aufgenommen und das Thema „Star Trek“ auch bei der jüngeren Generation wieder attraktiv gemacht.

Für mich als „Trekkie“ ist das eine erfreuliche Entwicklung. Nachdem es um die Jahrtausendwende herum eher ruhig um das Thema wurde und die Prequel-Serie „Enterprise“, die in den Jahren 2001-2005 eine Geschichte lange vor Captain Kirk & Co. erzählen sollte, nie eine so große Fanbasis erreichte wie frühere Serien, fühlt sich der derzeitige Erfolg der Blockbuster-Star-Trek-Filme und der Ausblick auf die bald startende neue Serie wie eine schöne Erinnerung an frühere Zeiten an. Ich bin guter Dinge, dass ich auch meinen Kindern ein bisschen der Star-Trek-Philosophie vermitteln kann, wenn sie etwas größer sind und freue mich auf noch viele Jahre mit Captain Kirk, Captain Picard, Captain Janeway, Captain Sisko, Captain Archer und bald auch Captain Georgiou.

In diesem Sinne: Live long and prosper.

Die Enterprise 1701-D unter dem Kommando von Captain Jean-Luc Picard. Paramount Pictures

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Mr. Spock (Leonard Nimoy) vollführt den typischen Gruß der Vulkanier.  Paramount Pictures

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Erstellt:
9. Juni 2017, 16:59 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 27sec

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