Nienburg 07.05.2019 Von Die Harke

„Unsere Identität sollte vernichtet werden“

Ausstellung über die „Kinder des 20. Juni“ wird morgen im Nienburger Rathaus eröffnet

Mit einer besonderen Ausstellung will der Arbeitskreis „Gedenken“ der Stadt Nienburg am 8. Mai auf den Zusammenhang zwischen Widerstand und Befreiung hinweisen. Die Ausstellung schildert das Schicksal der Kinder der am Attentat auf Hitler und an den Umsturzplänen beteiligten Frauen und Männer.

Nachdem ihre Eltern entweder aufgrund von Unrechtsurteilen ermordet oder in Gefängnisse und Konzentrationslager eingeliefert worden waren, wurden auch die „Kinder des 20. Juli“ von den Nazis in Haft genommen – in „Sippenhaft“, wie es damals hieß. Insgesamt 46 Kinder, das jüngste ein Säugling von zwei Wochen, das älteste 15 Jahre alt, wurden von der SS in das eigens zu diesem Zweck evakuierte Kinderheim Borntal in Bad Sachsa (Harz) verschleppt.

Unter dem Titel „Unsere wahre Identität sollte vernichtet werden“ beschreibt die Ausstellung die Bemühungen der SS, jeglichen Hinweis auf die familiäre Herkunft der Kinder auszulöschen. Sie erhielten neue Namen, Geschwister wurden getrennt. Die Ausstellung im Vestibül des Rathauses wird am Mittwoch, 8. Mai, um 19 Uhr eröffnet.

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Erstellt:
7. Mai 2019, 09:22 Uhr
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