Unterkünfte für Flüchtlinge werden immer knapper

Unterkünfte für Flüchtlinge werden immer knapper

© bumann / Fotolia dpa

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen rauer. Mit jedem Tag verschlechtert sich die Situation für Flüchtlinge in Deutschland, die in Notunterkünften untergebracht werden. Die Flüchtlingsunterkünfte sind bereits jetzt 40286 und teilweise nicht beheizt. Neben den privaten Unterbringungsmöglichkeiten sind derzeit mobile Raumlösungen das Mittel der Wahl.

Die aktuelle Situation

Schon in den warmen Sommermonaten waren die Erstaufnahmestellen für Flüchtlinge bereits nach kurzer Zeit überfüllt. Allerdings haben zu dieser Zeit viele Flüchtlinge die Notunterkünfte nicht einmal in Anspruch genommen – das gute Wetter auch bei Nacht machte dies möglich. Seitdem die Temperaturen jedoch immer weiter fallen, hat sich diese Möglichkeit jedoch ins Gegenteil verkehrt. Laut einer Studie von Pro Asyl zieht es immer mehr Asylbewerber in die Flüchtlingsunterkünfte. Jedes Bundesland entscheidet dabei selbst, wieviel Wohnraum jedem Flüchtling zur Verfügung steht. In Hessen beispielsweise werden pro Person sechs Quadratmeter Wohnfläche zuzüglich drei Quadratmeter Bewegungsfläche zugesprochen – das ist nicht viel, angesichts der extremen Masse an Menschen jedoch nicht anders zu bewerkstelligen. Doch trotz der geringen Fläche für jeden einzelnen kommen Länder und Kommunen nicht mehr hinterher. Die Zeltstätten aus den Sommermonaten sind den härteren Bedingungen des Winters schlicht und ergreifend einfach nicht gewachsen. Die Menschen frieren und finden kaum ausreichend Schutz vor Wind und Wetter.

Unterkünfte in privaten Wohnräumen

Neben den zentralen Einrichtungen und Zeltstätten werden Flüchtlinge auch dezentral in Mietwohnungen untergebracht. Die Entscheidung darüber, wo Asylbewerber vorerst leben können, fällen abermals die Länder und Kommunen und gehen dabei sehr individuell vor. In Nordrhein-Westfalen beispielsweise sind etwa 40 Prozent aller Asylbewerber in angemieteten Wohnungen untergebracht, allerdings sind daran strenge Bedingungen geknüpft. In Berlin und Lübeck gibt es seit einiger Zeit eine Internetplattform, über die Flüchtlinge an Wohngemeinschaften vermittelt werden können. Pro Asyl empfiehlt in solchen Fällen, immer einen Mietvertrag abzuschließen.

Unterbringung in mobilen Raumlösungen

Eine Alternative dazu sind mobile Raumlösungen, die auch in sehr dringlichen Fällen schnell und flexibel errichtet werden können. Diese Hallen bieten den nötigen Komfort um Flüchtlingen eine menschenwürdige Unterbringungsmöglichkeit anzubieten und sind auch in den Wintermonaten einsetzbar. Die Bauten sind witterungsbeständig und isoliert, sie halten einer Schneebelastung von mehr als 130 Kilogramm pro Quadratmeter stand und können je nach Bedarf erweitert und auch wieder reduziert werden. Zudem sind sie kostensparend, was vor allem für die Kommunen und Länder eine extreme Entlastung darstellt. Mobile Raumlösungen sind mit einfachen Zelten nicht zu vergleichen. Sie alle besitzen einen festen Boden, ein Heizsystem und eine luft- und wasserdichte Isolation.

Zur Zeit reißt der Strom an Flüchtlingen nicht ab. Allein aus Österreich kommen innerhalb weniger Tage tausende Flüchtlinge über die deutsche Grenze. Die Bundespolizei und ehrenamtliche Helfer sind rund um die Uhr beschäftigt, dieser Situation Herr zu werden und die Menschen in sichere Notunterkünfte zu überführen.

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