Der Abwasserentsorgungsbetrieb Stolzenau sanierte ein Schmutzwasserpumpwerk
in Schinna. Kreisverband für Wasserwirtschaft

Der Abwasserentsorgungsbetrieb Stolzenau sanierte ein Schmutzwasserpumpwerk in Schinna. Kreisverband für Wasserwirtschaft

Stolzenau 29.12.2017 Von Die Harke

Unterm Strich: zwei Euro mehr pro Person und Jahr

Der Wasserpreis im Raum Stolzenau steigt ab 1. Januar 2018, der Abwasserpreis hingegen sinkt

Ab 1. Januar sinken in Stolzenau die Preise für die Abwasserbeseitigung. Parallel dazu wird das Trinkwasser teurer. Das hat der Rat der Samtgemeinde Mittelweser beschlossen. Werden Preissenkung und -erhöhung gegengerechnet, ergeben sich unterm Strich Kostensteigerungen von rund zwei Euro pro Person und Jahr, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Samtgemeinde. Zuständig für die Wasserversorgung und Schmutzwasserbeseitigung im Raum Stolzenau ist der vom Kreisverband für Wasserwirtschaft betreute Wasserver- und Abwasserentsorgungsbetrieb Stolzenau. Im Bereich Abwasserentsorgung ist dort eine Überdeckung von rund 360.000 Euro aufgelaufen. Das bedeutet: Der Betrieb hat mehr Geld auf der hohen Kante als er braucht. Da die dem Kreisverband für Wasserwirtschaft angeschlossenen Betriebe und Verbände – wie auch der Kreisverband selbst – keinen Gewinn machen dürfen, sollen die Überschüsse mittels Preissenkung an die Kundinnen und Kunden zurückgegeben werden: Künftig, so der Ratsbeschluss, sind statt 146 Euro pro Person und Jahr nur noch 144 Euro zu zahlen.

Dem gegenüber wird das Trinkwasser allerdings teurer: Als in Stolzenau die zentrale Trinkwasserversorgung ausgebaut wurde, wurden für die neuen Hausanschlüsse von den Kunden Baukostenzuschüsse gezahlt. Diese werden jährlich ertragswirksam aufgelöst und sind inzwischen fast aufgebraucht.

Hinzu kommt, dass sich im Bereich Trinkwasserversorgung eine Unterdeckung im Haushalt entwickelt hat, die sich Ende dieses Jahres auf rund 125.000 Euro beläuft. Und schließlich steht für das kommende Jahr die Ausweisung des Wasserschutzgebiets an, dessen Investitionen abgeschrieben werden müssen.

Vor diesem Hintergrund kostet das Trinkwasser ab dem 1. Januar netto 1,17 Euro pro Kubikmeter (statt bisher 1,07 Euro). Bei angenommenem Verbrauch von 40 Kubikmetern pro Kopf und Jahr entspricht die Preiserhöhung rund vier Euro jährlich. Zieht man die sinkenden Schmutzwasserpreise ab, müssen die Stolzenauer ab 2018 im Jahr rund zwei Euro mehr für Wasser und Abwasser zahlen.

Zum Artikel

Erstellt:
29. Dezember 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 55sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.