Die arabische Version des nebenstehenden Textes. CJD

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Nienburg 27.05.2017 Von Caesar Nasser

„Unterstützung dankbar annehmen“

CJD-Projekt „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Gedanken von Caesar Nasser

Viele von uns syrischen und irakischen Flüchtlinge haben ihre Fluchterfahrung in einem der benachbarten Länder gemacht. Libanon, Jordanien oder Türkei. Von dort wurde ein neues Leben begonnen. Oder versucht zu beginnen, denn viele von uns haben die Flucht in eine andere Stadt oder sogar ein anderes Land erlebt. Oftmals musste dabei sogar mehrfach der Standort gewechselt werden. Wenn wir an diese Erfahrungen aus der Perspektive der physischen und moralischen Schwierigkeiten und sogar sozialen denken, erinnern sie uns an die vielen großen Schwierigkeiten und manchmal Tragödien. Es gibt viele Flüchtlinge, die in Flüchtlingslagern lebten und keine Unterstützung fanden.

Die katastrophalen Wirtschafts-, Lebens- und sozialen Bedingungen haben uns dazu geführt, die Zuflucht nach Europa auf uns zu nehmen und ein neues Leben in Deutschland zu beginnen.

Und schließlich begann unser Leben in der deutschen Gesellschaft. Es war nicht leicht, ein neues Leben in einem fremden Land zu beginnen. Man stand vor neuen Herausforderungen, Lebensbedingungen, medizinischen und Bildungsdienstleistungen, die man so noch nicht kannte.

Seit dem ersten Tag begann die deutsche Regierung die Hilfe für Flüchtlinge durch mehrere Institutionen, einschließlich des Roten Kreuzes, der Sozialämter, des Jobcenters und weiterer Verbände, die vielen von uns in den Heimatländern nicht zur Verfügung standen.

Deutschland gibt Starthilfen – dankbar annehmen

Trotz aller Entbehrungen, die man über sich ergehen lassen musste (zur Finanzierung der Flucht mussten nicht selten Hab und Gut für wenig Geld verkauft werden), ist es wichtig, zu erkennen, dass Deutschland im Gegensatz zu einigen anderen Ländern einige Starthilfen (wie z. B. Wohnungsmiete, Lebensunterhalt, Hilfen im medizinischen Bereich und im Umgang mit den Ämtern) gibt.

Ich denke, diese Unterstützung sollte dankbar von uns angenommen werden. Unser Anteil an der Integration sollte darin bestehen, deutsche Gesetze zu achten und zu befolgen, die deutsche Sprache und Gepflogenheiten zu erlernen und sich damit in die Gesellschaft einzugliedern. Schließlich sollte am Ende dieser Bemühungen der Erwerb einer Tätigkeit oder einer Ausbildung stehen, so dass wir nach einiger Zeit selbst für unseren Lebensunterhalt und die Zukunft sorgen können.

Das Begegnungscafe findet wie immer dienstags ab 16 Uhr im Kulturwerk statt.

Am kommenden Freitag, 2. Juni, laden wir ganz herzlich ab 18:30 Uhr nach dem Friedensgebet zu einer Ausstellungseröffnung in die St. Martins-Kirche ein. Gezeigt werden unter anderem Gemälde von T. Al Zughaibi und Fotografien von H. Alhabash.

Dieser Beitrag ist Bestandteil des CJD-Projekts „Willkommen in Nienburg“, das vom Bundesamt für Migration gefördert und von der HARKE am Sonntag begleitet wird.

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Erstellt:
27. Mai 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 18sec

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