Leonie Humke vor Bildern von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Nordertor.Foto: Unser Nordertor

Leonie Humke vor Bildern von Künstlerinnen und Künstlern aus dem Nordertor. Foto: Unser Nordertor

Nienburg 05.06.2021 Von Die Harke

Unterstützung für andere und Erfahrungen für sich selbst

Leonie Humke über ihren Bundesfreiwilligendienst beim Verein „Unser Nordertor“

Leonie Humke hat viel gelernt – organisatorisch, handwerklich und menschlich während ihres Bundesfreiwilligendienstes beim Verein „Unser Nordertor“ in Nienburg. Zudem hat sie etwas für die Gemeinschaft getan – und ganz nebenbei auch noch Geld für ihre Arbeit bekommen. Nun sucht der Verein eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger.

Sie berichtet von ihren Erfahrungen bei dem Verein, der nun auf der Suche nach einer Nachfolge ist: „Ich habe mich dafür entschieden den Freiwilligendienst zu machen, da ich mir nach der Schule nicht sicher war, was ich für eine Ausbildung machen sollte, und so konnte ich schon einmal Berufserfahrung sammeln. Ein weiteres Jahr Schule hat mir wirklich nicht zugesagt und so konnte ich auch mein Taschengeld etwas aufbessern.

Gerade die Stelle im Stadtteilverein ‚Unser Nordertor‘ finde ich sehr empfehlenswert. Von Anfang an wurde ich in die Arbeit mit einbezogen. Meine beiden Vorgesetzten haben mich immer unterstützt und es war ein sehr guter, fast schon familiärer Umgang.

Ich habe viel Abwechslung durch die Arbeit mit den Bewohnerinnen und Bewohnern erlebt und es war immer wieder schön zu sehen, wie sich die Menschen gefreut haben, wenn wir ihnen helfen oder mit verschiedensten Angeboten dazu beitragen konnten, dass sie sich in den Zeiten der Kontaktbeschränkungen nicht allzu einsam fühlten. Der Eifer, mit dem Bewohnerinnen und Bewohner einmal im Monat loszogen, um ihren Stadtteil sauber zu halten, beeindruckte mich genauso wie die Gespräche mit den Seniorinnen und Senioren, die gerne aus ihrem Leben erzählten. Dies waren Momente, in denen mir bewusst wurde, wie wichtig meine Arbeit für die Bewohner war, denn sie haben mir viel Gutes zurückgegeben – oftmals in Form von Dankbarkeit. Das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich es immer wieder tun würde. Zusätzlich zu meiner Arbeit in der Einsatzstelle war es Pflicht, an insgesamt fünf Seminarwochen teilzunehmen, die aufgrund der aktuellen Situation online stattfanden und über die gesamte Zeit des Dienstes verteilt waren.

Zudem kann ich stolz behaupten, dass es kein verschwendetes Jahr war. Ich habe sehr viel gelernt. Von Büroarbeit, über Planung und Begleitung von Angeboten bis hin zu Arbeiten in der Holzwerkstatt und im Garten. Aufgaben, die für mich eher Neuland waren, aber man wächst ja bekanntlich mit seinen Aufgaben. Während meiner Arbeit bin ich selbstsicherer und selbstständiger geworden und habe gelernt, mich und meine Arbeit alleine zu organisieren. Zudem wurde meine Teamfähigkeit gefördert, da ich stets mit anderen Kollegen und Ehrenamtlichen zusammengearbeitet habe und manche Aufgaben besser im Team zu lösen waren.

Ich kann jedem eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst nur empfehlen. Egal, ob man nur ein Überbrückungsjahr braucht oder man sich vor einer Ausbildung noch etwas weiterbilden möchte.

Abschließend kann ich sagen, dass mir der Abschied schwerfallen wird. Mir sind die Menschen hier im Nordertor wirklich sehr ans Herz gewachsen, genau wie die Mitarbeitenden und Mitglieder des Vereins, die alle so engagiert dabei sind. Arbeiten macht hier wirklich Spaß. Dennoch bin ich nun, dank dieses Jahres, bereit für das Berufsleben.“

Der Stadtteilverein sucht noch eine Nachfolgerin, einen Nachfolger für Leonie. Bewerbungen können ab sofort an Unser Nordertor e.V., Verdener Landstraße 17, 31582 Nienburg oder per E-Mail an die Adresse info@unser-nordertor.de gerichtet werden. Wer noch Fragen hat, kann gerne unter Telefon (05021)8979575 anrufen.

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Erstellt:
5. Juni 2021, 20:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 43sec

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