Zu Besuch bei Staatssekretärin Kerstin Griese (Dritte von links) und SPD-Bundestagsabgeordneter Marja-Liisa Völlers (Vierte von rechts): Nadine Schlier, Jens Beckmeyer, Uwe Folk, Matthias Mente, Ute Müller und Ulla Althoff. Verein Herberge zur Heimat

Zu Besuch bei Staatssekretärin Kerstin Griese (Dritte von links) und SPD-Bundestagsabgeordneter Marja-Liisa Völlers (Vierte von rechts): Nadine Schlier, Jens Beckmeyer, Uwe Folk, Matthias Mente, Ute Müller und Ulla Althoff. Verein Herberge zur Heimat

Nienburg 14.11.2018 Von Die Harke

Unterstützung in Berlin gesucht

Verbund des „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ bei Staatssekretärin

Eine Delegation des Kooperationsverbundes für den „Europäischen Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“ (EHAP) aus dem Landkreis Nienburg hat mit der Parlamentarischen Staatssekretärin für Arbeit und Soziales, Kerstin Griese, im Berliner Reichstag gesprochen. Dabei waren Vertreter des Vereins „Herberge zur Heimat“ aus Nienburg, der Samtgemeinde Liebenau und der Kreisverwaltung. Es geht bei dem Hilfsfonds unter anderem um zugewanderte Personen aus dem EU-Auslang (siehe Kasten). „Über 500 Personen sind in Liebenau insbesondere aus Rumänien, Bulgarien und Polen zugewandert“, sagte Uwe Folk von der Samtgemeinde. Besonders benachteiligten EU-Zugewanderten hätten Beratungs- und Unterstützungsleistungen des regulären Hilfesystems zugänglich gemacht werden können.

Der Verein „Herberge zur Heimat“ habe dank EU-Förderung über 300 Wohnungsnotfälle an das reguläre Hilfesystem anbinden und sozialräumliche Netzwerke knüpfen können, sagte Sozialarbeiter Matthias Mente.

Um die Erfahrungen ausbauen zu können, hat der Verein als Haupt-Projektträger den Kooperationsverbund erweitert. Neben dem „Haus der Generationen“ in Stolzenau und Bethel (Freistatt) gelang es, die Samtgemeinde Mittelweser als neue Kooperationspartnerin zu gewinnen. Mit dem Projekt „BIBA Land – Beraten, Integrieren, Begleiten, Ankommen“ sollen besonders benachteiligte EU-Ausländer an das reguläre Hilfesystems angebunden werden. Der erweiterte Kooperationsverbund freute sich über die kürzlich ergangene Mitteilung, dass er nun für das Antragsverfahren zugelassen sei.

„Es braucht die Entwicklung kreativer Formate aufsuchender Beratung in unserer strukturschwachen Region“, sagte Ulla Althoff vom Verein „Herberge zur Heimat“.

Staatssekretärin Griese sagte in Berlin: „Es ist gut und wichtig, Hilfsangebote für diesen Personenkreis in ländlichen Regionen vorzuhalten.“

Was bedeutet EHAP?

EHAP steht für „Europäischer Hilfsfonds für die am stärksten benachteiligten Personen“. Der Fonds will die Zahl der von Armut gefährdeten Menschen reduzieren und die sozialen Integration verbessern. Der Verein „Herberge zur Heimat“ aus Nienburg fürht seit 2016 als Träger mit der Samtgemeinde Liebenau und dem Landkreis das Projekt „Teilhabe in der Peripherie – Inklusion von besonders Benachteiligten auf dem Lande“ durch. Während sich die Samtgemeinde verstärkt um EU-Zugewanderte kümmert, konnte der Verein die Arbeit mit Wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Personen intensivieren.

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Erstellt:
14. November 2018, 21:00 Uhr
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