Planen den Grünen Ring: Klaus Wittmershaus, Joanna Busche, Adrian Winkelmann (von links) und Heike Becker (nicht auf dem Bild), hier auf der Route Süd am Meerbachweg. Fotomontage: ADFC

Planen den Grünen Ring: Klaus Wittmershaus, Joanna Busche, Adrian Winkelmann (von links) und Heike Becker (nicht auf dem Bild), hier auf der Route Süd am Meerbachweg. Fotomontage: ADFC

Nienburg 24.04.2021 Von Die Harke

Update für den Grünen Ring geplant

Mit dem Fahrrad zu wenig bekannten Naturräumen und Umweltprojekten

Die Stadt Nienburg plant mit Unterstützung des ADFC eine Überarbeitung der grünen Fahrradroute rund um und quer durch Nienburg. Die Grüne Ring verbindet ökologische und umweltpolitisch bedeutsame Orte wie ein grüner Faden. Die zunehmende Sensibilität im Rahmen der Diskussion um den Klimawandel unterstützt die Bedeutung des Vorhabens.

Unterwegs waren dafür jetzt Stadtplanerin Heike Becker, Klaus Wittmershaus vom ADFC, Joanna Busche, Praktikantin und Adrian Winkelmann, Umweltbeauftragter der Stadt Nienburg, mit dem Fahrrad zunächst auf der bisherigen Nordroute, die 23 Kilometer umfasst, und eine Woche später auch auf der 22 Kilometer langen Südroute.

Betrachtet haben sie vorhandene Stationspunkte und die Neugestaltung der Streckenabschnitte. Das bisherige Konzept basiert auf den städtischen Umweltentwicklungsplans von 2010. Die Stationspunkte sollen nun aufgrund der Entwicklungen der vergangenen Jahre neu angepasst werden.

„Aber auch die bisherigen Naturstationen sind häufig nicht so bekannt“, meint Klaus Wittmershaus vom ADFC. Die Hohewie mit besonderer Flora und Fauna im ehemaligen Weserbogen, das Binnendünengebiet der Köhlerberge oder der Osterberg mit den Heideflächen seien Stationen, von denen viele Menschen schon einmal gehört hätten, die aber nur begrenzt wahrgenommen würden. Wer wisse schon, wo früher Ton abgebaut wurde oder wer hätte die Wölpeniederung schon einmal bewusst betrachtet?

Inzwischen sind weitere umweltpolitisch interessante Maßnahmen umgesetzt wie Renaturierungsmaßnahmen am Meerbach und am Führser Mühlbach oder Streuobstflächen in Höhe Bäckerskämpen, ein Projekt des CJD und des Lions-Clubs oder der Klimawald vom Marion-Dönhoff-Gymnasium (MDG) mit Unterstützung des BUND. Mit der Neugestaltung der Umweltfahrradroute sollen diese und weitere Objekte verknüpft werden.

Für Interessierte stehen die bisherigen Informationen im Mittelwesernavigator mit Karte und Routenführung zur Verfügung. Für die überarbeitete Fassung soll erneut ein Info-Flyer erstellt werden, diskutiert wird ebenfalls eine Beschilderung der Radroute sowie Informationstafeln an den Stationen. Der ADFC wird einen GPS-Track erstellen zur Routenfindung mit Fahrradnavigationsgeräten oder Smartphones. „Der neue Grüne Ring wird ein Zugewinn für Nienburg sein“, meint ADFC-Sprecher Berthold Vahlsing. „Mit Kindern oder einfach auch nur interessehalber rechnen wir auch mit vielen Nienburgern auf dem grünen Faden.“

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Erstellt:
24. April 2021, 15:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 02sec

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