Urkunden für Buchpaten des restaurierten Sachsenspiegels

Urkunden für Buchpaten des restaurierten Sachsenspiegels

Die Buchpaten mit ihren Patenbriefen. Museumsleiterin Dr. Kristina Nowak-Klimscha (links), Regina Steudte (Mitte) und Stefan Schubert (rechts) freuen sich über das Engagement. Museum Nienburg

56525 Zahlreiche handschriftliche Bemerkungen eines offensichtlich rechtskundigen Nutzers an den Seiten des gedruckten Textes zeugen von der früheren Verwendung als wichtiges Nachschlagewerk. Im 16. Jahrhundert wurde er vom sächsischen Gelehrten Christoff Zobel ergänzt und mit Kommentaren versehen. Eine Ausgabe dieser Bearbeitung besitzt das Museum Nienburg. Sie ist einige Jahrzehnte nach Erfindung des Buchdrucks durch Gutenberg in Leipzig gedruckt worden; heute sind nur noch wenige Exemplare aus dieser Zeit in den Bibliothekskatalogen verzeichnet.

Museumsleiterin [DATENBANK=354]Dr. Kristina Nowak-Klimscha[/DATENBANK] erläuterte, dass durch die handschriftlichen Kommentare die Ausgabe des Museums noch an zusätzlichem Wert gewinne – „wir hoffen, zum Beispiel durch Schriftenvergleich oder auch dem Inhalt der Anmerkungen, ihrem Urheber näherkommen zu können.“

Die Arbeit an der Restaurierung stellte Buchrestaurators Stefan Schubert vor. Regina Steudte, Leiterin der Museumsbibliothek, hielt einen Vortrag zur Geschichte des Sachsenspiegels.

Die Restaurierung war ausschließlich durch das private Engagement möglich geworden. „Vom kleineren Beitrag bis hin zur vierstelligen Summe hat jede Spende geholfen“, sagte die Museumsleiterin. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Patenbriefe an die Spenderinnen und Spender übergeben.