09.06.2013

Ursache nach wie vor unbekannt

Noch nichts Neues in Sachen Großbrand / 330 Feuerwehrleute und Rettungskräfte im Einsatz

Nienburg. Noch nichts Neues gibt es in Sachen Großbrand in der „Krähe“. Wie die Polizei in Nienburg gestern berichtete, konnten die Brandermittler ihre Arbeit wegen des Schaumteppichs und der hoheren Temperaturen vor Ort noch nicht aufnehmen. Auf dem Gelände des Entsorgungszentrums Nienburg war am Freitagnachmittag in der Halle, in der die verschiedensten Wertstoffe zwischengelagert werden, ein Feuer ausgebrochen. Sowohl die Wertstoffe, als auch die Halle waren nicht mehr zu retten. Sie ist mittlerweile eingestürzt.

Feuerwehr-Pressewart Uwe Schiebe hat gestern morgen noch einmal seinen Bericht auf der Homepage des Kreisfeuerwehrverbandes Nienburg aktualisiert. Er schreibt: Freitagnachmittag, 14.32 Uhr, die Funkmeldeempfänger und Sirenen ertönen. Die Meldung lautet: Mittelbrand Mülldeponie Krähe – Kunststoffe brennen.

Schon von Weitem ist ein riesiger Rauchpilz zu sehen. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintreffen, steht die große Umschlagshalle im Vollbrand. Einsatzleiter Norbert Redlin fordert sofort Verstärkung an. Die vier Ortswehren der Stadt Nienburg, Holtorf, Langendamm und Erichshagen-Wölpe sind schnell vor Ort. Die Tanklöschfahrzeuge aus den Samtgemeinden Marklohe, Heemsen und Steimbke werden ebenfalls alarmiert. Die Kreisbereitschaft Diepholz, die auf der Rückfahrt vom Hochwassereinsatz an der Elbe war, sieht im Bereich Rodewald den dunklen Rauchpilz am Himmel und bietet Hilfe an. Die wasserführenden Fahrzeuge werden umgehend in den Einsatz integriert.

Unterdessen wird eine 2,5 Kilometer lange Förderstrecke mit vier Förderpumpen vom Reitstall Langemeyer bis zur Deponie aufgebaut. Es wurden fünf Einsatzabschnitte gebildet. Drei Abschnitte kümmerten sich um die Brandbekämpfung, ein Abschnitt baut die Förderstrecke auf, und einer nahm Schadstoffmessungen vor. Die Tanklöschfahrzeuge befüllen im Pendelverkehr zwei Mulden, die als Zwischenpuffer für die Brandbekämpfung aufgestellt wurden.

In der 90 Meter langen und 25 Meter breiten Halle waren große Mengen an Bioabfällen, Sperrholz, Kunststoff und Wertstoffen gelagert. Die Brandursache ist noch unbekannt. Auch die Werkstatt und ein 20 000-Liter-Dieseltank wurden ein Raub der Flammen. Durch die starke Hitzeentwicklung stürzte die Halle relativ schnell ein. Mit Baggern und Radladern wurden die Hallenverkleidungen abgetragen und der Müll abgelöscht. Das Löschwasser wurde in einem 300 Kubikmeter fassenden Sammelbecken aufgefangen. Messungen vom ABC Zug ergaben, dass keine Gefahr für die Bevölkerung bestand. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand. Vier Tanklöschfahrzeuge stellten über Nacht eine Brandwache.

Im Einsatz waren insgesamt 330 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst.

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Erstellt:
9. Juni 2013, 00:00 Uhr
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