„Deep Down South“ sind Samstag im Jazz-Club. Foto: M. Messing

„Deep Down South“ sind Samstag im Jazz-Club. Foto: M. Messing

Nienburg 21.01.2020 Von Die Harke

Ursprünglicher, kerniger Blues

Konzert am Samstag mit „Deep Down South“

Am kommenden Samstag, 25. Januar, gastiert mit „Deep Down South“ mal wieder eine Band erstmalig im Jazz-Club Nienburg.

Der Ursprung der Bluesmusik beginnt bei den nach Nordamerika verschleppten Afrikanern. Als Sklaven im Süden der USA, auf den Plantagen ausgebeutet, machten sich diese Menschen Luft, indem sie kurze Lieder, sogenannte Field Holler sangen. Daraus entwickelten sich die ersten Bluesformen.

Das goldene Zeitalter dieser Musik waren die 20er- und 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts. Der Blues wurde damals im ganzen Süden der USA in den Kneipen der Schwarzen, den Barrelhouses gespielt, außerdem in Travelling- und Medicine-Shows.

Nachdem die elektrische Gitarre Einzug in die Bluesmusik gehalten hatte, geriet die traditionelle Variante in all ihrer Vielseitigkeit und ihrem hohem spielerisch-technischem Niveau mehr und mehr in Vergessenheit.

Erst im Zuge der Folkbewegung der 60er-Jahre setzte bei den jüngeren Weißen ein großes Interesse an dieser Musikform und deren Interpreten ein. Endlich wurde der enorme Einfluss dieser Musik erkannt, ohne die andere Musikstile wie Jazz, Soul, Funk, Rock ’n’ Roll oder Rock nicht zustande gekommen wären.

Alle diese Musikstile bauen mehr oder weniger auf dem Blues auf, der damit zum Vater der populären Musik wurde. „Deep Down South“ geht zurück zu diesen Wurzeln, das Repertoire vermittelt einen Einblick in diese goldenen Jahre des Blues: ursprünglich, authentisch und rauh. Nur so kann man die Musik dieser Bluesmen beschreiben, und so gelingt es ihnen, ihre Zuhörer in den tiefen Süden der USA zu versetzen.

Die Stimme Greg Copelands und die Gitarre, gespielt von Martin Messing – mehr braucht es nicht, um das Publikum zu fesseln und damit jeden Ort in ein Barrelhouse zu verwandeln.

Beginn ist wie immer um 21 Uhr. Der Jazz-Club ist ab 20 Uhr geöffnet. Der Eintritt: beträgt 13 Euro, Clubmitglieder zahlen sechs Euro. Das komplette Konzertprogramm gibt es auf der Webseite des Clubs unter: www.jazzclub-nienburg.de

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Erstellt:
21. Januar 2020, 05:40 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 58sec

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