Das Krankenhaus in Rahden gehört zu den Mühlenkreiskliniken. Foto: MKK

Das Krankenhaus in Rahden gehört zu den Mühlenkreiskliniken. Foto: MKK

Minden/Rahden 02.01.2020 Von Die Harke

Verantwortlichkeit wechselt

Krankenhaus Rahden wird Betriebsstätte des Wesling-Klinikums

Der Verwaltungsrat der Mühlenkreiskliniken hat die Übertragung der Leitungsverantwortung des Krankenhausstandorts Rahden (70 Betten) an das Johannes Wesling Klinikum Minden (910 Betten) bestätigt.

Bereits im Februar hatte das Gremium dazu einen Grundsatzbeschluss gefasst. Nachdem nun der Feststellungsbescheid des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW vorliegt, konnte nun der endgültige Beschluss gefasst werden. Die Änderung tritt zum 1. Februar 2020 in Kraft.

Keine Auswirkungen auf medizinische Versorgung

„Unmittelbare Auswirkungen auf die medizinische Versorgung hat die Maßnahme nicht. Das derzeitige medizinische Leistungsangebot aus Innerer Medizin, Allgemein- und Unfallchirurgie, Anästhesie sowie der Zentralen Notaufnahme wird erhalten“, teilen die Mühlenkreiskliniken in einer Presseerklärung mit. Außerdem seien punktuelle zusätzliche stationäre, teilstationäre und ambulante Angebote in Planung.

„Für die Bürger ebenso wie für die Mitarbeiter am Krankenhausstandort Rahden ändert sich bis auf die organisatorische Zuordnung nichts. Im Januar wird es eine Infoveranstaltung für die Mitarbeiter geben, auf der die Pläne im Detail vorgestellt werden. Außerdem ist eine öffentliche Veranstaltung für Bürger geplant. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben“, heißt es in der Erklärung weiter.

„Das ist aus Sicht des Verwaltungsrates eine gute Nachricht für den Erhalt des Krankenhauses Rahden“, sagt der Minden-Lübbecker Landrat und Verwaltungsratsvorsitzende Dr. Ralf Niermann. „Ich danke den Mitarbeitenden des Johannes-Wesling-Klinikums, dass sie in Zukunft den Standort Rahden mit einbinden werden.“

Erhalt des Standortes ist eine große Herausforderung

„Der Verwaltungsrat hat einen wichtigen Schritt zur Sicherstellung der stationären medizinischen Versorgung in Rahden und Umgebung unternommen. Der Wunsch der Bevölkerung nach einem Erhalt des Krankenhausstandorts Rahden ist unter den derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine große Herausforderung. Um diese zu meistern, haben wir mit der Zusammenlegung des Johannes Wesling Klinikums mit dem Krankenhaus Rahden nun das aus meiner Sicht richtige Instrument. Im Zusammenspiel zwischen einem großen Universitätsklinikum und einem kleinen Standort können Synergieeffekte besser genutzt werden. Auch wird die Personalsuche mit einem Universitätsklinikum im Rücken deutlich einfacher“, kommentiert der Vorstandsvorsitzende Dr. Olaf Bornemeier.

Das bisherige Krankenhaus Lübbecke-Rahden werde ab Februar wieder „Krankenhaus Lübbecke“ heißen und nur den Standort in Lübbecke mit 289 Betten sowie das Medizinische Zentrum für Seelische Gesundheit mit 170 stationären Betten beinhalten. Der Krankenhausstandort Rahden werde künftig „Krankenhaus Rahden“ heißen. „Mit der Wahl des Namens haben wir bewusst an die Zeit angeknüpft, als der Krankenhausstandort Rahden noch eigenständig war. Die Namenswahl ist aber mehr als ein Zeichen. Als künftiger Geschäftsführer beider Häuser will ich den Krankenhausstandort Rahden zu einem eigenständigen Gesundheitsstandort entwickeln“, sagt der Geschäftsführer des Johannes-Wesling-Klinikums Minden, Mario Bahmann.

Die Leitung des Krankenhausstandorts Rahden werde zum 1. Februar an die Betriebsleitung des Wesling-Klinikums übertragen. Verantwortlich für die medizinische Versorgung seien ab 1. Februar Professor Dr. Berthold Gerdes, Direktor der Klinik für Allgemeinchirurgie, Viszeral-, Thorax- und Endokrine Chirurgie, für die Allgemeinchirurgie, Professor Dr. Johannes Zeichen, Direktor der Klinik für Unfallchirurgie, Orthopädie und spezielle Unfallchirurgie, für die Unfallchirurgie, Professor Dr. Bernd Bachmann-Mennenga, Direktor des Universitätsinstituts für Anästhesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin, für die Anästhesie sowie für die Innere Medizin die Direktoren Professor Dr. Heinz-Jürgen Lakomek (Geriatrie), Professor Dr. Carsten Gartung (Gastroenterologie) und Privatdozent Dr. Marcus Wiemer (Kardiologie). Die Verantwortung für die Pflege übernimmt Pflegedirektor Bernd Mühlenbruch.

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Erstellt:
2. Januar 2020, 22:15 Uhr
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