04.08.2013

„Verbraucher wird von Emotionen gelenkt“

FDP-Bundestagskandidat Kirstan bei Kreislandwirt Tobias Göckeritz in Sonnenborstel

Sonnenborstel. Zusammen mit Nienburgs FDP-Kreisvorsitzendem Heiner Werner verschaffte sich Bundestagskandidat der FDP für den Wahlkreis Nienburg/Schaumburg, Dr. Ralf Kirstan, bei Kreislandwirt Tobias Göckeritz in Sonnenborstel einen Einblick in die Situation der Landwirtschaft im Bereich der Ferkelerzeuger und Schweinemäster. Zunächst erhielten die Kommunalpolitiker zahlreiche Informationen, insbesondere über die Schweinezucht. So gab es 1995 noch rund 1110 Schweinebetriebe im Landkreis Nienburg, Anfang 2013 waren es dagegen nur noch 142. Dies sei eine Folge der schärferen Auflagen bezüglich des Tier- und Umweltschutzes. Diese könnten von den kleinen Betrieben kaum noch finanziert, sie würden somit zum Aufgeben gezwungen sind.

Des weiteren wurde laut FDP deutlich, dass Emotionen das Verbraucherverhalten viel mehr beeinflussen als klare Fakten. Philine Göckeritz, die gerade ihr Studium als Agrar-Ingenieurin abgeschlossen hat, erläuterte, dass Schweine bei der Biohaltung oftmals nicht ausreichend mit lebenswichtigen Eiweißen versorgt würden, da dogmatische Vorschriften den Zukauf hochwertiger Futterkomponenten verhinderteen. Auch die Risiken, insbesondere für Sauen und Ferkel, durch Stroheinstreu mit krankmachenden Keimen in Berührung zu kommen, sähen viele Verbraucher nicht.

Anschließend folgte eine Betriebsführung mit einem breiten Einblick in die Schweinezucht. Es wurden einige neue Tierschutzauflagen verdeutlicht und erklärt. Des weiteren bekam man einen guten Einblick darüber, wie das Leben eines Schweines von der Geburt bis zur Schlachtung verläuft.

Aus Sicht der FDP stelle sich letztlich die Frage, ob die immer schärferen Gesetzeslagen im Interesse der Tiere und im Sinne des Endverbrauchers seien. Die FDP-Vertreter waren sich am Schluss einig, dass der Erhalt der bäuerlichen Familienbetriebe weiter im Mittelpunkt der Agrarpolitik stehen müsse. Diese müssten aber auch technisch und betriebswirtschaftlich optimal geführt werden, damit auch in Zukunft ein Auskommen mit Einkommen möglich sei.

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Erstellt:
4. August 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 53sec

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