Im Nienburger Krankenhaus wurden zwei Patienten wegen des Verdachts auf das Coronavirus behandelt. Am Freitagnachmittag kam die Entwarnung: Die Verdachtsfälle hatten sich nicht bestätigt.  Foto: T. Schwiersch

Im Nienburger Krankenhaus wurden zwei Patienten wegen des Verdachts auf das Coronavirus behandelt. Am Freitagnachmittag kam die Entwarnung: Die Verdachtsfälle hatten sich nicht bestätigt. Foto: T. Schwiersch

Nienburg 31.01.2020 Von Sebastian Schwake

Verdachtsfälle bestätigen sich nicht

Zwei Patienten wurden seit Mittwochabend isoliert im Nienburger Klinikum auf das Coronavirus untersucht

In den Helios-Kliniken Mittelweser wurden seit Mittwochabend zwei Patienten wegen des Verdachts auf das neue Coronavirus untersucht. Am Freitagnachmittag gab es Entwarnung: Die zwei Verdachtsfälle auf Erkrankungen mit dem Coronavirus in der Nienburger Klinik haben sich nicht bestätigt.

Die Patienten waren am Mittwochabend in die Notaufnahme des Krankenhauses gekommen. In der Klinik wurden sie eingehend untersucht worden. Den Patienten sind schließlich Proben entnommen und diese zur Untersuchung nach Hannover geschickt worden.

„Das Vorgehen entspricht den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts“, erläuterte Kliniksprecherin Silke Schomburg das weitere Vorgehen. Die beiden Patienten sind den Empfehlungen des Instituts zufolge von den übrigen Patienten isoliert worden. Die Empfehlungen sehen überdies vor, das Virus nachzuweisen, den Patienten zu isolieren und die Familien und Kontaktpersonen des Infizierten sowie den Arbeitgeber zu informieren.

Vermeintliche Betroffene sollen ihre Situation telefonisch schildern

Das Gesundheitsamt des Landkreises hatte bereits in einer Mitte der Woche veröffentlichten Stellungnahme Personen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, oder Personen, die Kontakt mit einer erkrankten Person hatten, empfohlen, gemäß den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts ihre Ärztin oder ihren Arzt aufzusuchen.

„Es wird dringend dazu geraten, den Praxis-/Krankenhaus-Besuch telefonisch anzukündigen und zu schildern, dass man in der betroffenen Region war oder Kontakt mit einer erkrankten Person hatte und entsprechende Symptome – beispielsweise Fieber – beobachtet“, hatte der Pressesprecher des Kreises, Cord Steinbrecher, mitgeteilt.

Die Symptome des neuartigen Virus ähneln dem einer Grippe: Fieber, starkes Krankheitsgefühl und Atemwegsprobleme wie bei einer Influenza. Typisch für das neuartige Coronavirus ist nach derzeitigem Stand auch, dass die oberen Atemwege kaum betroffen sind. Es gibt beispielsweise keinen Schnupfen.

So schützen Sie sich vor einer Ansteckung

Die üblichen Hygienemaßnahmen, die auch vor Erkältungen, Grippe- und Durchfallviren schützen, helfen am besten gegen eine Ansteckung: Die Hände müssen gründlich und am besten mit Seife gewaschen und gegebenenfalls auch desinfiziert werden.

Zudem sollte man nach Möglichkeit vermeiden, sich mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Bei Grippeanzeichen sollten Erkrankte zu Hause bleiben und zunächst telefonisch Kontakt mit ihrer Hausarztpraxis aufnehmen, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Husten sollte jeder in den Ärmel und nicht in die Hand. Im Büro oder zu Hause sollte regelmäßig gelüftet werden, denn in geschlossenen Räumen kann die Anzahl der Viren in der Luft stark steigen. Regelmäßiges Lüften senkt das Ansteckungsrisiko. Einen Impfschutz gegen Coronaviren gibt es nicht. An der Entwicklung eines Impfstoffes werde seit Längerem gearbeitet. Er werde in klinischen Studien erprobt, stehe aber noch nicht für die Anwendung zur Verfügung.

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Erstellt:
31. Januar 2020, 18:05 Uhr
Lesedauer:
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