Heute ist der „Tag der Pflege“. Doch was haben die Pflegerinnen und Pfleger davon? Foto: leno2010 - stock.adobe.com

Heute ist der „Tag der Pflege“. Doch was haben die Pflegerinnen und Pfleger davon? Foto: leno2010 - stock.adobe.com

Landkreis 12.05.2021 Von Die Harke

Vergessene Alltagshelden

Heute ist der „Tag der Pflege“. Doch was haben die Pflegerinnen und Pfleger davon? Das Beklatschen der „Alltagshelden“ ist verhallt, der Pflegebonus, so er denn ausgezahlt wurde, ist längst ausgegeben, der Alltag ist wieder eingekehrt.

Alltag, das bedeutet für mobile Pflegedienste häufig die Hatz von Kunde zu Kunde. Alltag bedeutet für die stationäre Pflege häufig Schichtdienst mit viel zu wenig Personal.

Dabei haben die in der Pflege Tätigen allemal mehr Anerkennung verdient. Eigentlich sollte jeden Tag ein „Tag der Pflege“ sein: Pflegerinnen und Pfleger leisten einen Knochenjob. Sie ermöglichen es vielen Kreis-Nienburgern, trotz Erkrankungen im eigenen Zuhause bleiben zu können. Und wo das nicht mehr möglich ist, versuchen sie mit allen Kräfte, ihre Schutzbefohlenen zu unterstützen.

Es gehört schon viel Idealismus dazu, diesen Beruf zu ergreifen, zumal die Bezahlung besser sein könnte. Deshalb haben inzwischen viele Menschen diesem Berufsfeld den Rücken gezeigt – und das bereits vor Corona.

Die Folge: Der Personalmangel ist programmiert. Laut Ärztezeitung gehen in den nächsten zehn Jahren 500.000 Pflegekräfte in Rente. Gleichzeitig jedoch wird die Zahl der Pflegebedürftigen steigen – ein Dilemma. Bis zum Jahr 2060 erwartet das Institut der deutschen Wirtschaft einen Anstieg auf deutschlandweit rund 4,53 Millionen pflegebedürftige Menschen. Der überwiegende Teil von ihnen ist älter als 60 Jahre. Die Pflegequote steigt von rund 11 Prozent in der Altersgruppe der über 75-Jährigen auf rund 71 Prozent bei den über 90-Jährigen.

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Erstellt:
12. Mai 2021, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 44sec

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