Die Polizei warnt vor dem Grillen in Wohnungen. Foto: Racle Fotodesign - stock.adobe.com

Die Polizei warnt vor dem Grillen in Wohnungen. Foto: Racle Fotodesign - stock.adobe.com

Minden 04.01.2020 Von Die Harke

Verletzte nach Unfall mit Holzkohlegrill

Grillen in der Wohnung endet für drei Menschen in Klinik

Bei einem Unfall mit einem Holzkohlegrill in einer Wohnung sind am Donnerstagabend in Minden drei Menschen, ein Mann, eine Frau und ein sechsjähriges Kind, verletzt worden.

Beim Eintreffen der Polizei befanden sich mehrere Personen in einer Wohnung. Diese hatten nach ersten Erkenntnissen zuvor auf einem geschlossenen Balkon einen Holzkohlegrill betrieben. Durch die entstandenen Rauchgase wurde dem Mann (44), der Frau (31) und dem sechsjährigen Kind übel, sodass man den Notruf wählte.

Der Rettungsdienst, darunter ein Notarzt, stellte eine Rauchvergiftung bei ihnen fest, woraufhin man die drei Beteiligten ins Klinikum Minden einlieferte. Die übrigen Kinder der betroffenen Familie wurden auf Wunsch der Eltern in die Obhut von Verwandten übergeben. Ein Fremdverschulden wird nach derzeitigem Ermittlungsstand ausgeschlossen, teilte die Polizei mit.

Die Polizei warnt eindringlich vor der Gefahr des Grillens in geschlossenen Räumen und der damit verbundenen Entstehung des tückischen und geruchlosen Kohlenmonoxids. „Sorgen Sie immer für ausreichende Frischluftzufuhr am Grillort. Gleiches gilt für den Betrieb von Kaminen sowie Öfen. Gasthermen sollten regelmäßig gewartet werden. Der Gebrauch von CO-Warnern wird nachdrücklich empfohlen. Diese ähneln Feuermeldern und sind im Einzelhandel erhältlich“, teilt die Polizei mit.

Erst in der Silvesternacht waren in Gütersloh elf Personen mit teils schweren Kohlenmonoxid-Vergiftungen ins Krankenhaus gebracht worden. Auslöser war auch hier ein Holzkohlegrill, den man offenbar mit noch glühenden Kohlen in die Wohnräume gestellt hatte.

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Erstellt:
4. Januar 2020, 10:09 Uhr
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ca. 1min 43sec

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