Wer vergleicht, kann ordentlich sparen. Foto: Pixabay

Wer vergleicht, kann ordentlich sparen. Foto: Pixabay

Landkreis 16.03.2020 Von Die Harke

Versicherungen und Strom: Vergleichen zahlt sich aus

Die Kosten für das Wohnen werden jedes Jahr teurer, wehren können sich Mieter dagegen kaum. Ohne eine feste Bleibe kommt niemand aus und jedes Jahr umzuziehen, weil die Preise steigen ist ebenfalls keine Option. Die Kosten für den Wohnraum setzen sich nicht nur aus der Miete zusammen.

Dazu kommen noch Betriebskosten und Versicherungen. Bei diesen Ausgaben hat der Kunde sehr wohl die Wahl: Den Anbieter kann man nämlich zu bestimmten Terminen wechseln. Doch auch den Stromverbrauch nachhaltig zu senken und die Heizung nicht immer auf Hochtouren laufen zu lassen, sind sinnvolle Maßnahmen.

Sparen bei der Heizung

Mit einer einfachen Maßnahme lassen sich die Heizkosten signifikant senken. Dann nämlich, wenn man die Raumtemperatur um einen Grad senkt. Dann reduziert sich die Heizkostenabrechnung um sechs Prozent. In vielen Wohnungen und Häusern ist es im Winter deutlich zu warm.

Nach den Empfehlungen des Bundesumweltamtes sollten im Wohnzimmer 20 bis 23 Grad herrschen, während es in der Küche mit 18 bis 20 Grad und im Schlafzimmer mit 17 bis 20 Grad deutlich kühler sein darf. Anstatt also im T-Shirt vor dem Fernseher zu sitzen, zieht man besser einen Pullover an und dreht die Heizung zurück.

Teuer zu stehen kommt Bewohnern, wenn sie im Winter die Fenster gekippt lassen. Regelmäßiges Lüften ist sicher notwendig, um gesundheitsgefährdenden Schimmel zu vermeiden. Selbst wenn die Temperaturen auf unter null Grad sinken, sollten die Fenster für fünf bis zehn Minuten vollständig geöffnet werden.

Stoßlüften ist dabei besonders effizient: Dabei werden gegenüberliegende Fenster geöffnet, sodass es zu einem raschen Luftaustausch kommt. Bei gekippten Fenstern erfolgt der Luftaustausch hingegen erst nach 24 Stunden. Hier noch weitere interessante Facts, wie Heizkosten eingespart werden können:

  • Wer an Heizkörpern Verkleidungen anbringt, zahlt rund fünf Prozent mehr für das wohlig warme Zuhause
  • Bei langen und dicken Vorhängen sind es sogar bis zu 40 Prozent mehr
  • Auch die regelmäßige Wartung der Anlage schon das Budget: Dazu zählt die regelmäßige Entlüftung der Heizkörper. Wenn es in den Rohren gluckert oder die Heizkörper nicht mehr richtig warm werden, ist die Zeit für das nächste Service gekommen.

Gerade bei älteren Objekten machen Sanierungsmaßnahmen Sinn. Sie kommen vorwiegend für Einfamilienhäuser in Frage. In Mietobjekten kann der einzelne kaum die Erneuerung der Fassade anregen.

Auch Smart-Living trägt zur Senkung der Heizkosten bei: In einem intelligenten Zuhause wird die Raumtemperatur auf Wunsch gesenkt, wenn der letzte Bewohner die eigenen vier Wände verlassen hat. Rechtzeitig vor der Rückkehr kann man zum Beispiel über das Smartphone die Heizung wieder hochfahren.

Energiesparen im Haushalt – so geht’s

Der gesamte Stromverbrauch eines Haushalts setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Sparen kann, wer wahre Energiefresser durch moderne Geräte austauscht. Sollte sich noch ein 10 Jahre altes Gerät in der Küche befinden, lohnt es sich über einen Neukauf nachzudenken.

Auskunft darüber wie viel Strom moderne Kühlschränke, Geschirrspüler, Waschmaschinen und andere Haushaltshelfer verbrauchen gibt das Europäische Energielabel. Es ist in verschiedene Klassen unterteilt, wobei A+++ aktuell die beste ist. Durch den Austausch eines 15 Jahre alten Kühlschranks mit einem A+++ Gerät sinken die Stromkosten auf 70 Euro pro Jahr.

Doch auch beim Kochen ist das Sparpotential enorm, wenn man weiß wie es geht. Eine einfache Maßnahme ist, die Größe eines Topfs immer passend zur Herdplatte zu wählen. Wer sich daran hält, spart rund 40 Kilogramm CO2 und rund 20 Euro pro Jahr ein.

Auch die Restwärme eines Elektroherdes zu nutzen und zum Erhitzen von Wasser einen Wasserkocher zu verwenden, macht sich positiv auf der nächsten Stromrechnung bemerkbar. Egal ob beim Wäschewaschen oder Geschirrspülen: Immer nur voll beladene Geräte in Ganz zu setzen und bei geringer Verschmutzung ein Sparprogramm zu wählen macht sich auf lange Sicht ebenfalls bezahlt.

Regelmäßiger Blick auf die Versicherungspolizzen lohnt sich

Mehr als 2.300 Euro pro Jahr gibt der durchschnittliche Deutsche für Versicherungen aus. Dazu zählt zum Beispiel eine Privathaftpflichtversicherung, die bei Schadensersatzansprüchen durch Dritte Hilfe leistet.

Schnell kann es passieren, dass beim Besuch beim Nachbarn ein Malheur passiert und man zum Beispiel eine Tasse Kaffee auf den teuren Perserteppich leert, In solchen Fällen macht sich eine Privathaftpflichtversicherung bezahlt. Doch auch eine Haushaltsversicherung sollte zum Standard gehören: Im Falle eines Einbruchs, eines Wasserschadens oder anderen unvorhergesehenen Vorfällen können Schäden in Höhe von mehreren tausend Euro entstehen.

Versicherungen für den Haushalt sind also eine sinnvolle Investition, doch dabei gibt es große Unterschiede bei den Prämien und Leistungen. Während es vor einigen Jahrzehnten noch sehr zeitintensiv war, sich nach Alternativen umzusehen gelingt ein Vergleich heute innerhalb weniger Sekunden.

Zahlreiche online Portale haben sich nämlich auf den kostenlosen und unabhängigen Vergleich spezialisiert. Zu bedenken ist allerdings, dass man Versicherungen nicht einfach wechseln kann wann es gerade passt. Vielmehr sind Kunden an Kündigungsfristen gebunden, die unterschiedlich ausfallen.

Haushaltsversicherungen laufen in der Regel ab dem Tag des Abschlusses jeweils ein Jahr und werden automatisch verlängert. Ausnahmen sind Preissteigerungen, dann hat der Konsument die Möglichkeit ein Sonderkündigungsrecht in Anspruch zu nehmen. Dasselbe gilt auch bei einem Umzug.

Egal ob Haushaltsversicherung, Rechtschutz oder Gebäudeversicherung, in wenigen Schritten lässt sich eruieren ob es günstigere Angebote gibt. Dazu müssen – je nach Art der Versicherung – einige private Fragen beantwortet werden.

Bei der Haushaltsversicherung sind das zum Beispiel die Wohnungsgröße und der Wohnort. Sinnvoll ist es auch, sich nach Rabatten zu erkundigen. Sie gewähren Firmen zum Beispiel, wenn man sich für eine jährliche Zahlung entscheidet oder einem Selbstbehalt zustimmt.

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Erstellt:
16. März 2020, 11:07 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 51sec

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