Vorstand Wolfgang Tonne, Vorstand Joachim Meyer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Frank Brümmer, Vorstand Markus Strahler, Vorstand Holger Hinrichs und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Harald Hoppe (von links) vor der Online-Vertreterversammlung. Foto: Volksbank Nienburg

Vorstand Wolfgang Tonne, Vorstand Joachim Meyer, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender Frank Brümmer, Vorstand Markus Strahler, Vorstand Holger Hinrichs und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Harald Hoppe (von links) vor der Online-Vertreterversammlung. Foto: Volksbank Nienburg

Nienburg 18.11.2020 Von Die Harke

Vertreterversammlung erstmals digital

Volksbank Nienburg-Vorstand Holger Hinrichs: „Wir sind eine kerngesunde, starke Bank“ / Drei Prozent Dividende

Die Volksbank Nienburg hat erstmals in ihrer Geschichte ihre ordentliche Vertreterversammlung in digitaler Form veranstaltet. Dr. Aufsichtsratsvorsitzender Harald Hoppe begrüßte hierzu am Dienstag mehr als 150 Vertreterinnen und Vertreter der rund 33.000 Mitglieder der Volksbank Nienburg sowie rund 100 Gäste.

Wie bei einer Präsenzveranstaltung war es den Vertretern digital möglich, den Berichten des Vorstands und Aufsichtsrates zu folgen, Fragen zu stellen und ihr Stimmrecht zu den verschiedenen Tagesordnungspunkten auszuüben.

Die Vorstände Markus Strahler und Holger Hinrichs berichteten über die Geschäftsentwicklung im abgelaufenen und aktuellen Jahr. „Mit der Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Jahr war der Vorstand zufrieden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Volksbank Nienburg.

„Und dass trotz großer Herausforderungen, die aus Niedrigzinsphase, Regulatorik und Digitalisierung die Bank beeinflusst haben. Insbesondere die expansive Geldpolitik der Notenbanken führte zu steigenden Kursen am Aktienmarkt und auf der anderen Seite zu noch weiter sinkenden Zinsen, was das Ergebnis weiter negativ beeinflusste.“

„Der Beginn der Corona-Pandemie bedeutete für die Bank eine Vielzahl von neuen Herausforderungen“, so Vorstand Strahler. „Es war festzustellen, dass Kunden der Volksbank alles rund um das Thema Service verstärkt digital durchgeführt haben. Die Veränderung des Nutzungsverhaltens war auch schon vor der Corona-Pandemie erkennbar, wurde nun aber deutlich beschleunigt. Dank hoher Flexibilität hat die Bank den Geschäftsbetrieb und die Kundenbetreuung nahezu uneingeschränkt aufrechterhalten und mit Start der Pandemie die Kommunikation mit den Kunden über soziale Netzwerke wie Facebook und Instagram erfolgreich aufgebaut.“

Vorstand Holger Hinrichs erklärte, wie die Bank der Niedrigzins- bzw. Negativzinsphase gegensteuert. Neben der kontinuierlichen Weiterentwicklung des operativen Geschäfts wie beispielsweise der Investitionen in Immobilien und Steigerungsraten im Kreditgeschäft betreibe die Bank ein aktives Kosten- und Prozessmanagement.

„Wir sind eine kerngesunde, starke Bank mit einem soliden wirtschaftlichen Fundament“, sagte Hinrich. „Jedoch nur, weil wir permanent einem Blick auf die Ertrags- und Aufwandspositionen haben und diese aktiv managen.“ Er sieht in den kommenden Jahren weitere Herausforderungen auf die Bank zukommen.

Der Jahresabschluss wurde bedingt durch die Corona-Pandemie bereits im Juni durch den Aufsichtsrat verabschiedet. Mit Blick auf die wirtschaftliche Stärke der Volksbank Nienburg schlugen Vorstand und Aufsichtsrat deshalb vor, eine gegenüber dem Vorjahr reduzierte Dividende auszuschütten.

Im Frühjahr 2020 habe die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) angesichts der wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie die dringende Empfehlung abgegeben, bis Oktober 2020 keine Dividende auszuschütten. Im September seien die Banken nochmals aufgefordert worden, die Ausschüttung einer Dividende sehr restriktiv zu handhaben.

„Viele Banken schütten deshalb in diesem Jahr keine Dividende aus bzw. haben ihre Dividendenzahlungen aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase reduziert. Dennoch haben Vorstand und Aufsichtsrat aufgrund des Ergebnisses des Geschäftsjahres in 2019 der Vertreterversammlung eine Dividendenzahlung in Höhe von drei Prozent empfohlen, die von der Vertreterversammlung beschlossen wurde. Darüber hinaus konnten die Rücklagen weiter nachhaltig gestärkt werden.“

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat standen die Mitglieder Kerstin Busche, Jörg Hatesaul, Gerd Haßfeld, Ute Heitmüller, Heinz Goslar und Friedhelm Härtel satzungsgemäß zur Wiederwahl an und wurden in ihren Ämtern bestätigt.

Die Aufsichtsräte Christian Holthöfer und Hartmut Siepert wurden vom Aufsichtsrats-Vorsitzenden Dr. Hartmut Hoppe aus dem Aufsichtsrat verabschiedet. Beide kandidierten aus persönlichen Gründen nicht für eine weitere Wahlperiode im Aufsichtsrat. Hoppe dankte beiden für ihre langjährige Tätigkeit im Aufsichtsrat. Für den Aufsichtsrat werden neue Kandidatinnen und Kandidaten gesucht.

Die Vorstände Joachim Meyer und Wolfgang Tonne verabschiedeten sich mit persönlichen Worten von der Vertreterversammlung. Meyer wird zum 30. November und Tonne zum 31. Dezember ausscheiden. Sie bedankten sich bei den Vertretern, dem Aufsichtsrat, Mitarbeitern und ihren Vorstandskollegen für die langjährige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Nach erfolgreicher Premiere der ersten virtuellen Versammlung schloss Aufsichtsrat-Vorsitzender Hoppe mit dem Wunsch: „Wir hoffen und wünschen uns, dass wir die gewählten Vertreterinnen und Vertreter im kommenden Jahr wieder persönlich begrüßen können. Der persönliche Kontakt und der direkte Austausch mit den Vertretern sind dem Vorstand und Aufsichtsrat sehr wichtig.“

Zum Artikel

Erstellt:
18. November 2020, 16:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 00sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.