Helge Nußbaum DH

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Kolumnen 09.04.2017 Von Helge Nußbaum

Verzerrung des Wettbewerbs?

Wie hätten sich die Regionalliga-Fußballer des [DATENBANK=569]BSV Rehden[/DATENBANK] wohl gefühlt, wenn der Hamburger SV oder der VfL Wolfsburg ihre Reserve-Teams mit elf Bundesliga-Profis in den Kreis Diepholz geschickt hätten? Die Rufe nach Wettbewerbsverzerrung wären bei den abstiegsbedrohten Rehdenern fraglos laut gewesen. Tatsächlich wurde dieser Ruf in der vergangenen Woche im Kreis Nienburg laut. Am Dienstag tauchte die Rehdener U23 zum Bezirksliga-Nachholspiel beim [DATENBANK=568]TuS Drakenburg[/DATENBANK] mit acht Akteuren aus dem Kader des Viertliga-Teams auf und gewann völlig verdient mit 1:0, obwohl die Drakenburger bravourös dagegen hielten. Ein herber Rückschlag für TuS-Trainer [DATENBANK=274]Tim Rehm[/DATENBANK] und sein Team im Kampf um den Klassenerhalt. Nach dem Spiel sagte er: „Das Tempo, was einige von den Rehdenern gespielt haben, habe ich in der Bezirksliga so noch nie gesehen. Das war Wahnsinn“

54322. Lars Mrowczynski (vierfacher Torschütze) & Co. feierten einen 7:1-Kantersieg – ein Befreiungsschlag. Rehden war jedoch nur mit zehn Mann angereist, musste die Partie verletzungsbedingt sogar zu Neunt beenden. Von Regionalliga-Spielern keine Spur, denn die Erstvertretung spielte zeitgleich in der Regionalliga zuhause gegen Weiche Flensburg (0:2). Vier Spieler die in Drakenburg auf dem Platz standen, spielten auch gegen Flensburg.

Laut NFV-Statuten ist dieses Vorgehen erlaubt, moralisch hingegen ist diese Praxis jedoch fragwürdig. Nein, die Art und Weise, wie die Rehdener die Regeln anwenden, ist schlichtweg schäbig.

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Erstellt:
9. April 2017, 21:00 Uhr
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ca. 1min 42sec

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