Viel Arbeit für Rallycrosser Sven Seeliger

Viel Arbeit für Rallycrosser Sven Seeliger

Der Rethmer Sven Seelinger war in Schlüchtern am Start. Foto: Seeliger

Für Sven Seeliger aus Rethem geriet das vergangene Rennwochenende zur Achterbahnfahrt – und das lag nicht an der Streckenführung. Er kam als Tabellenführer mit knappem Vorsprung ins hessische Schlüchtern, dort wurden die Läufe vier und fünf zur Deutschen Rallycross Meisterschaft ausgetragen.

Wieder wurden am Samstag und Sonntag jeweils eigenständige Meisterschaftsläufe angesetzt. Damit bestand die Gefahr, bei technischen Problemen in große Schwierigkeiten zu kommen, denn Zeit für umfangreiche Reparaturen blieb bei dem straffen Zeitplan nicht. Beim Training am Samstagvormittag war bereits der Wurm drin, als am Ford Fiesta eine Antriebswelle kaputtging.

Das Team reagierte schnell und vor dem ersten Qualifikationslauf war der Fiesta wieder startklar. Der erste Qualifikationslauf brachte dann weitere Ernüchterung: Seeliger konnte das Rennen nur als Achter beenden, aufgrund eines Motorschadens war nicht mehr drin und der Renntag gelaufen.

„Auch das ist Motorsport“

Am Samstag konnte Seeliger also nicht mehr auf Punktejagd gehen und musste die Segel vorerst streichen. „Auch das ist Motorsport“ kommentierte er knapp. Doch das Team gab nicht auf, kurzerhand wurde jemand losgeschickt, um einen Ersatzmotor aus dem fast 400 Kilometer entfernten Rethem herbeizuschaffen. Dieses Triebwerk hatte zwar weniger Leistung, aber damit würde wenigstens der Lauf am Sonntag noch bestritten werden können.

Bis in die Nacht hinein wurde geschraubt, gegen drei Uhr war der Fiesta dann wieder startklar. „Immerhin ein guter Einstand für unsere beiden neuen Mechaniker, die haben an dem Wochenende alle Facetten des Motorsports kennen gelernt und sich toll bewährt“ zog Seeliger ein positives Fazit trotz des verkorksten Renntages.

Podestplatz am Sonntag

Das Team hatte nicht aufgegeben und so konnte Sven Seeliger am Sonntag beim fünften und vorletzten Meisterschaftslauf wieder dabei sein. Mit weniger Motorleistung aber viel fahrerischem Geschick gelang ihm sogar noch eine Bestzeit und insgesamt die zweite Position in der Qualifikation, im Finale machte er rundenlang Jagd auf den Führenden und schloss den Rennsonntag schließlich mit der Silbermedaille ab.

Ein zufriedenstellendes Ergebnis für ein durchwachsenes Rennwochenende mit vielen Höhen und Tiefen. Mitte Oktober geht es erneut nach Hessen, das Finale der Deutschen Rallycross Meisterschaft findet dann in Gründau statt.