Derzeit treffen sich die Teilnehmer im Kulturwerk.  CJD

Derzeit treffen sich die Teilnehmer im Kulturwerk. CJD

Nienburg 03.03.2018 Von Die Harke

Viel Organisation für regen Austausch

CJD-Serie „Willkommen in Nienburg“ / Heute: Neues aus dem Begegnungscafé St. Martin

Das [DATENBANK=1316]Begegnungscafé St. Martin[/DATENBANK] wird auch im dritten Jahr nach der Gründung von vielen geflüchteten und Einheimischen wahrgenommen und besucht. Jeden Dienstag um 15.30 Uhr treffen sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, kochen Kaffee und Tee, stellen kalte Getränke und Kekse bereit und haben bereits ein offenes Ohr für diejenigen, die schon da sind. Nach und nach kommen dann die Gäste, mit dem Bus, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto. Um 16 Uhr hat sich der Raum im [DATENBANK=340]Kulturwerk[/DATENBANK] schon gut gefüllt mit Menschen unterschiedlichster Herkunft. Ein Mädchen aus Syrien kümmert sich seit einiger Zeit um die Kinder und spielt mit Ihnen im oberen Teil des Bistros. In den Semesterferien gibt es Unterstützung von einer Studentin aus Oldenburg. Es gibt inzwischen eine große Auswahl an Spielen aus Spenden und Neuanschaffungen.

Hinter diesen zwei Stunden Treffen steckt jede Menge Organisation: So gibt es einen Cafébelegungsplan, in den sich die Helfenden eintragen, wenigstens zwei pro Termin, nicht immer einfach. Es finden in regelmäßigen Abständen Planungstreffen statt, an denen sowohl einheimische als auch Zugewanderte teilnehmen. Dabei wird auch über mögliche Veranstaltungen und Vorträge gesprochen, die für die Geflüchteten von Interesse sein können, sich in Deutschland besser zu integrieren. Oder es gibt Ideen für Ausflüge und Fahrten, zum besseren Kennenlernen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Reihe von Ideen, die zeitnah bekanntgegeben werden

Welche Aufgaben nehmen Ehrenamtliche im Rahmen des Begegnungscafés noch wahr? Neben der Organisation des Cafébetriebes, werden Patenschaften für Familien übernommen, es gibt Einzelnachhilfe in Deutsch, auch Hilfe bei der Vorbereitung auf Deutsch- und Schulprüfungen. Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche und Begleitung während der Ausbildung. Die Menschen kommen mit ihren Sorgen und Nöten ins Café und finden hier fast immer jemanden, der das Problem im Besten Falle lösen kann, oder jemanden kennt, der jemanden kennt, der jemanden kennt. Es kommen viele Geflüchtete, deren Situation noch ungeklärt ist, die sich hier mit Menschen austauschen können, die Verständnis für ihre Situation haben und gemeinsam nach Lösungen suchen. Es ist ein Treffpunkt für alle Menschen, unabhängig von Religionszugehörigkeit oder anderen Kriterien.

Das Begegnungscafé finanziert seine Ausgaben über Spenden, Geld von Stiftungen (Bürgerstiftung, Lotto- und Sportstiftung), und über Kollekten Gelder der Kirchengemeinde St. Martin, sowie aus Projektmitteln der 500 Landinitiativen.

Mit dem Tod von Kurt Dantzer hat das Begegnungscafé St. Martin einen Menschen, der diesen Treffpunkt ins Leben gerufen und mit seinen Ideen bereichert hat, verloren. Er hatte immer ein offenes Ohr für jeden, und für ihn war die Unterstützung geflüchteter Menschen eine Herzensangelegenheit. Kurt Dantzer werden wir im Begegnungscafé St. Martin sehr vermissen.

Das Begegnungscafe St. Martin findet jeden Dienstag statt, nächster Termin am 6. März, wie immer ab 16 Uhr im Kulturwerk Nienburg. Jeder ist dazu eingeladen.

Der Originaltext. CJD

Der Originaltext. CJD

Zum Artikel

Erstellt:
3. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 28sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.