Die Jugend will hoch hinaus: Der 24-jährige Niko Rohlfs setzt sich gegen die Defensive der Barsinghäuser durch und erzielt
eins seiner zehn Tore – damit war er HSG-Topscorer.  Keßler

Die Jugend will hoch hinaus: Der 24-jährige Niko Rohlfs setzt sich gegen die Defensive der Barsinghäuser durch und erzielt eins seiner zehn Tore – damit war er HSG-Topscorer. Keßler

Handball 22.04.2018 Von Philipp Keßler

Viel Schweiß für die halbe Miete

Handball-Verbandsliga: Die Zweite der HSG Nienburg kommt gegen Barsinghausen nicht über ein 31:31 hinaus

von Philipp Kessler LiebEnau. So nah waren die Jungs von Trainer Carsten Thomas einem Sieg schon seit Wochen nicht mehr – und mussten sich trotz deutlicher Leistungssteigerung im Vergleich zu den vier vorherigen Partien mit einer Punkteteilung begnügen. Am 23. Spieltag der Handball-Verbandsliga trennte sich die Zweitvertretung der HSG Nienburg mit 31:31 (17:13) vom HV Barsinghausen. In der Anfangsphase waren die vier Niederlagen in Folge der Nienburger wie weggewischt. Tobias Dehmel, Niko Rohlfs und Paul Hildebrandt brachten ordentlich Feuer auf die Platte der Liebenauer St. Laurentius-Halle und ihre Farbe souverän in Führung.

Nach einer Viertelstunde verließen die Gäste allmählich die Statistenrolle und versuchten ihren zweiten Tabellenplatz zu rechtfertigen – der HVB verkürzte zwischenzeitlich auf einen Zwei-Tore-Rückstand (21.). Der gut aufgelegte Kai Bergmann trieb seine Kameraden an und schaltete das Team in den nächsten Gang: Zur Halbzeit lag die Thomas-Sieben erneut mit vier Toren in Front.

Kurz vor dem Gang in die Kabinen ereignete sich das eigentliche Highlight des Abends, auf das besonders die Liebenauer Fans sehnlich gewartet hatten: In der Schlussminute landete ein Ball bei Steffen „George“ Okelmann, der sich drehte, abhob und den Ball zum 16:13 im letzten Spiel seiner Karriere in die Maschen zimmerte; mehr zu seinem Abschied in unserer morgigen Ausgabe.

In den zweiten 30 Minuten gelang es der HSG-Zweiten, den Vorsprung zu verteidigen, aber nicht, ihn entscheidend auszubauen: Die jungen Handballer ließen hochkarätige Chancen fahrig liegen und damit die Barsinghäuser am Leben. Der HVB bedankte sich und eroberte sich mit einer Schlussoffensive den Ausgleich zwölf Sekunden vor Abpfiff.

Das Fazit des Trainers: „Barsinghausen hat halt nicht aufgegeben und die Unerfahrenheit unserer jungen Spieler rigoros ausgenutzt. Ich bin dennoch super-stolz auf die Jungs: Alle haben mitgezogen und ihr Bestes gegeben. Nach den vielen negativen Ergebnissen so ein Spiel zu zeigen war einfach überragend, und das gegen einen richtig starken Gegner – die stehen schon zurecht vor uns auf Rang zwei.“

  • HSG Nienburg II: Schöne 1 geh. 7m, Köster – Schröder, Bergmann 6, Kühlcke 2, Raschke 1, Dehmel 3, Wetendorf 1, Rohlfs 10, Okelmann 1, Menze, Stratmann 1, Büscher 2, Hildebrandt 4.
  • Strafwürfe: 0/2 (Kai Bergmann und Tobias Dehmel scheitern) – 7/8.
  • Zeitstrafen: 4 (Niko Rohlfs 2, Kai Bergmann, Carsten Thomas) – 0.
  • Zuschauer: 120.
  • Spielfilm: 3:0, 8:3, 9:5, 12:10, 15:13, 17:13 (30.), 18:14, 19:16, 22:19, 24:21, 29:27, 31:31 (60.).

Auch Finn Kühlcke steuerte
zwei Treffer bei, agierte in entscheidenden Szenen aber etwas nervös.  Keßler

Auch Finn Kühlcke steuerte zwei Treffer bei, agierte in entscheidenden Szenen aber etwas nervös. Keßler

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Erstellt:
22. April 2018, 21:00 Uhr
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