Nadia Lühring (vorne) und Birgit Lühring an ihren Arbeitsplätzen. Foto: Achtermann

Nadia Lühring (vorne) und Birgit Lühring an ihren Arbeitsplätzen. Foto: Achtermann

Hassel 06.03.2021 Von Horst Achtermann

„Viel länger hätte es nicht dauern dürfen“

Freude bei jungem Friseur-Unternehmen nach Wiederöffnung

„Wir dürfen wieder an eure Haare.“ Mit dieser euphorischen Einladung wartete die Geschäftsführung des Friseursalons „Relax“ in Hassel nach zweieinhalb Monaten Pause wegen der Corona-Pandemie wieder auf die ersten Kunden. Wegen der großen Nachfrage startete das junge Unternehmen ausnahmsweise am Montag.

„Nach der Neueröffnung unseres Friseursalons im April 2019 und zweimaliger Schließung wegen der Corona-Pandemie in März und April 2020 und jetzt nach zweieinhalb Monaten sind unsere Auftragsbücher bis Ostern voll“, sagt Nadia Lühring vom Inhaber-Team mit Birgit Lühring und Mario Hollunder.

Lang ersehntes Aufatmen bei den ersten Kunden am Montag: „Endlich wieder von einem Profi die Haare schneiden lassen“. Unter strengen Hygiene-Auflagen auf zehn Quadratmeter für eine Person mit Haarewaschen, immer wieder die Plätze nach jedem Arbeitsgang desinfizieren, ständiger Wechsel der Umhänge und Handtücher ist auch ein Mehr an Zeitaufwand, erzählt Nadia Lühring: „Waschen, Schneiden und Föhnen – Kamm und Schere ruhen nicht.“ Schwerstarbeit für Inhaber und die fünf Mitarbeiter.

Mario Hollunder schneidet im Herrensalon.  Foto: Achtermann

Mario Hollunder schneidet im Herrensalon. Foto: Achtermann

Birgit Lühring ist über 34 Jahre im Friseurberuf tätig. „Viele meiner heutigen Kunden habe ich schon als Kind auf dem Stuhl gehabt“. Es sei den jungen Unternehmern nicht leicht gefallen, die unsicheren Zeiten in der Pandemie zu überstehen. Nadia Lühring weiß aber auch, dass der Vermieter „zu dem wir eine freundschaftliche Verbindung haben, sicher Entgegenkommen gezeigt hätte“.

„Viel länger hätte es nicht dauern dürfen“, weiß Mario Hollunder aus dem Herrensalon, der viele männliche Kunden aus seinem Wohnort Bruchhausen-Vilsen nach Hassel mitgebracht hat. Allerdings sind sich die jungen Unternehmer darüber einig und weisen darauf hin, dass der Salon als Ausbildungsbetrieb mit Leonie Meyer aus Bücken auch für den Friseurnachwuchs in der Branche sorgt. „Ich bin hier in einem tollen Team, das sich gegenseitig hilft“, sagt die Auszubildende im ersten Lehrjahr.

Viel zu tun hatte zuletzt aufgrund der starken Nachfrage auch Petra Riekenberg. Sie ist als 450-Euro-Kraft für das Organisatorische mit Terminen und Kundenpflege im Allgemeinen zuständig.

Ein gutes Einvernehmen haben die Friseure mit Christian Schröter (VGH). Sie teilen sich ein Büro. „Für Kunden ein angenehmer Warteplatz“, sagt Nadia Lühring.

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Erstellt:
6. März 2021, 18:30 Uhr
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