Hinter der IGS hat diese Schülergruppe gepflanzt. Schmidetzki

Hinter der IGS hat diese Schülergruppe gepflanzt. Schmidetzki

Landkreis 18.03.2017 Von Nikias Schmidetzki

Viele Hände packen fürs Grün mit an

Junge Menschen helfen beim Pflanzen und Pflegen

Noch bis Ende Februar hatten Mitarbeiter des Nienburger Bauhofs – und so war es auch an vielen anderen Orten – eifrig Bäume und Büsche beschnitten und teilweise gefällt. Nun folgt an mehreren Stellen im Stadtgebiet Ersatz – vor allem mit heimischen Gehölzen, wie [DATENBANK=780]Baumpfleger Lutz Scheele[/DATENBANK] betont. Von März bis Ende September sind Fällungen und Schnittmaßnahmen im öffentlichen Raum nicht erlaubt, um Vögel beim Nestbau und später beim Brüten nicht zu stören. Der [DATENBANK=4921]NABU[/DATENBANK] erläutert: „Von dieser Schonzeit sind alle Bäume, Sträucher, Hecken und weitere Gehölze unabhängig vom Standort betroffen. Ausnahmen bilden schonende Form- und Pflegeschnitte, bei denen lediglich der jährliche Zuwachs entfernt wird. Beim Heckenschnitt sollte die Natur dennoch nicht unnötig geschädigt werden.“

Allerdings gilt die Regelung grundsätzlich nur für den öffentlichen Bereich. „Das Verbot findet für Bäume in privaten Haus- und Kleingärten in Niedersachsen keine Anwendung. Artenschutzrechtliche Regelungen sind jedoch zu beachten“, lautet der Appell der Naturschützer.

Was auch in den kommenden Monaten auf die Stadtbediensteten zukommt, sind die Jungbaumpflege, Aussortieren von trockenem Holz, Schnittmaßnahmen für das sogenannte Lichtraumprofil, um etwa Kronen von Straßenbäumen über der Fahrbahn zurückzuschneiden, und in akuten Fällen Maßnahmen bei kranken Bäumen.

Vor allem aber pflanzen Scheeles Mitarbeiter derzeit. Unterstützung bekommen sie dabei von Schülergruppen der IGS. Am Meerbach hinter dem Schulgelände, wo vor einigen Wochen Büsche weichen mussten, kommen nun frische Pflanzen hin. Vorher beackern die Jugendlichen den Boden, räumen ordentlich auf und verteilen zum Schluss Rindenmulch. „School-Kids for Nature“, Schulkinder für die Natur also, heißt das Projekt, das [DATENBANK=2448]Lehrerin Sina Morley[/DATENBANK] betreut. Sie freut sich über das Engagement des Nachwuchses. Und auch Lutz Scheele sieht die Hilfe nicht nur eine Arbeitserleichterung. „Die Kinder, die das hier pflegen, schmeißen ihren Müll hier nicht hin“, ist er überzeugt.

Einige hundert Meter Luftlinie entfernt haben zwei Bundesfreiwilligendienstler (Bufdis) der Stadt ebenfalls heimische Pflanzen eingebracht. Die Stadt hatte das Gebiet an der Stadtgrenze als Ausgleichsfläche für ein Neubaugebiet dort gekauft. Dennis Spacez (24) und Jakob von Brook (19), seit Mitte November dabei, haben dort, angeleitet von erfahrenen Gärtnern gepflanzt. So soll, wenn an anderen Stellen auch Einschnitte ins Grün nötig waren, Ersatzpflanzungen für Leben sorgen.

Fleißig, fleißig: Mit Harken und Rechen bereiteten die Jugendlichen den Boden vor. Schmidetzki

Fleißig, fleißig: Mit Harken und Rechen bereiteten die Jugendlichen den Boden vor. Schmidetzki

Ihr Projekt: Dennis Spacek (links) und Jakob von Brook vor der bepflanzten Fläche. Schmidetzki

Ihr Projekt: Dennis Spacek (links) und Jakob von Brook vor der bepflanzten Fläche. Schmidetzki

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Erstellt:
18. März 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 09sec

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