Die Karte zeigt Schwerpunkte des Naherholungskonzeptes. Büro Mensch und Region

Die Karte zeigt Schwerpunkte des Naherholungskonzeptes. Büro Mensch und Region

Mittelweser 10.05.2019 Von Die Harke

Viele Ideen für Naherholung in der Samtgemeinde Mittelweser

Konzept zeigt auf: So soll in den nächsten Jahren der Tourismus gestärkt werden

Freizeitwohnen am Wasser

An verschiedenen Punkten innerhalb der Gemeinde Stolzenau bestehen Abbauflächen, die nicht hochwassergefährdet sind. Die an die Wasserflächen angrenzenden Grundstücke könnten für eine Wohnnutzung verwendet werden. Dabei ist allerdings auf eine weitere freie Zugänglichkeit der Seeufer zu achten. Für Wasserflächen, die vom Hochwasser beeinträchtigt sind, können sogenannte bewegliche Mobil- homes als Möglichkeit angedacht werden.

Heye-See

Vorgesehen ist eine wassergebundene Erholung mit Hotelanlage. Wegen der ungeklärten Eigentumsverhältnisse ist die Umsetzung schwierig.

Wohnen am Wasser

Vom Hochwasser unbeeinträchtigte Wasserflächen können für Wohngebiete am Wasser in Betracht gezogen werden.

Anlage einer Marina

Südlich der B 441 in Stolzenau soll ein Durchstich zur Weser ermöglicht werden, um somit auf den Wasserflächen eine Marina anlegen zu können. Ein solcher Hafen mit Anlegestellen, Liegeplätzen und Einrichtungen für die Sportschifffahrt erhöht die Möglichkeiten und Nutzungen auf dem Wasser.

Hundestrand

Am Gingesgraben in Leese und an den entstandenen Wasserflächen soll ein Hundestrand etabliert werden.

Wassererlebnis auf der Mittelweser

Die Weser soll zum Kanufahren, Paddeln und Bootfahren genutzt werden. Mit Ein- und Ausstiegen werden die verschiedenen Orte touristisch gestärkt. Die vorhandenen Seen und Wasserflächen könnten zu einer Strecke zusammengefügt werden, was Wasserwandern zwischen Landesbergen über Schinna Richtung Stolzenau ermöglichen würde. Für eine Anbindung an die Weser benötigt es zusätzlich Durchstiche.

Naturlehrpfad Stolzenau

Der Naturlehrpfad in Stolzenau, beschildert mit Hinweistafeln über die Veränderung und die Auswirkungen des Kiesabbaus auf die Landschaft, soll weiter ausgebaut werden. Derzeit müssen Besucher eine Schleife drehen, aber künftig soll hier ein Rundweg entstehen.

Wassererlebnispark

Stolzenau wird immer weiter von Wasser umgeben sein. Um das Thema Wasser auch in den Ort zu holen, entstand die Vorstellung eines Wasser-erlebnisparks mit Informationen zum Thema Wasser/Kiesabbau, aber auch Erlebnisgeräte in Verbindung mit Wasser anzubieten. Möglicher Standort könnte dder alte Schulhof in der Schulstraße sein.

Kloster Schinna

Die Räumlichkeiten im Kloster Schinna können als Ausstellungsräume zur Landschaftsveränderung genutzt werden. Ebenfalls Punkte wie Aussichtspunkt, Übernachtungsmöglichkeiten, Café/Gastronomie, Wassersport mit Solarbooten sind angedacht. Auch könnten auf dem See Solarpontons schwimmen.

Bühne auf dem Wasser

Eine alternative Nutzung der Wasserfläche in Stolzenau kann mit einer Veranstaltungsbühne auf dem Wasser umgesetzt werden. Dabei ist die schon vorhandene und in der Nähe befindliche Infrastruktur ein Vorteil. Ebenso sind Parkplätze vorhanden, mit leichter An- und Abfahrtmöglichkeit.

Freizeitzentrum Leese und Stolzenau

In einem möglichen Freizeitzentrum Leese und Stolzenau sind drei verschiedene Bereiche angedacht:

  • Badesee mit naturnahem Baden, Kinderbereich und Liegewiese.
  • Wassersport/Wakeboardanlage mit Gastronomie, Loungebereich und Clubhaus mit Startbereich für Wakeboarder.
  • Freizeitwohnen mit Wohnmobilen, Beach-Lodge und Wohnen am Wasser, Wochenendhäuser (optional).

Sportboothafen

Die Möglichkeiten für das Anlegen von Booten bis zwölf Meter sind am Campingplatz Stolzenau sehr begrenzt. Eine Alternative wurde am Ruderclub Stolzenau gefunden. Dort sollen bis zu fünf Boote anlegen können.

Larp-Festival

Ein großes Event, das Mythodea Festival, das größte Live-Rollenspiel-Festival in Deutschland, findet jährlich in Brokeloh statt. Als entsprechende Maßnahmen zur Förderung dieses Kulturevents ist die Einrichtung fester In-frastruktur vorgesehen. Durch die Installation eines ganzjährig erlebbaren Themenwanderpfades zu der Welt von Mythodea kann der Standort zusätzlich gestärkt und nachhaltig erlebbar gemacht werden.

Infopunkt am Bahnhof

Das Bahnhofsgebäude in Leese soll zu einem Informationspunkt aus- bzw. umgebaut werden, damit Bahn-Anreisenden direkt einen Anlaufpunkt haben und sich über die touristischen Naherholungsmöglichkeiten informieren können.

Estorfer See

Der Estorfer See ist ein Altarm der Weser, der keinen Zufluss mehr hat. Durch den hohen Bewuchs und den fehlenden Zufluss verschlammt und verlandet der See immer weiter. Neben Naturschutzmaßnahmen sollen ebenfalls naturverträgliche Erholungsmöglichkeiten mit bedacht werden, zum Beispiel ein Rundgang um den See.

Scheunenviertel Estorf

Das Scheunenviertel in Estorf wurde aufwendig restauriert und dient als Heimatmuseum mit verschiedenen Ausstellungen, vielen kulturellen Veranstaltungen und Aktionen der dörflichen Gemeinschaft. Dieses Konzept könnte mit neuen und weiteren Ideen ergänzt werden.

Gleitschirmflugstrecke

Der Gleitschirmclub Samtgemeinde Landesbergen hat zwei Plätze, von denen die Piloten starten können – in Estorf und in Leese. Dieser Freizeitsport zählt als wichtiger Bestandteil der Naherholungsmöglichkeiten für die Bevölkerung der Samtgemeinde, womit die Sicherung der Gleitschirmflugstrecken auch in dem Freiraum- und Naherholungskonzept Berücksichtigung findet.

Landschaftspark

Für die Nutzungen der trockenen Sandabbauflächen in Bolsehle stehen auch andere mögliche Ideen im Raum, wie beispielsweise die Einrichtung eines Landeschaftsparkes in Form eines Rosariums.

Campingplätze

Stärkung der touristischen Nutzung durch Erweiterung des Stellplatzangebots und einem neuen Stellplatz in Landesbergen am Wassersportverein Landesbergen.

Wanderwege

Zur Stärkung der Region sollen aktuelle Wanderouten miteinander verbunden werden, um somit noch nicht ausgeschöpftes Potenzial zu nutzen. Beispielsweise können solche Routen die Samtgemeinde Mittelweser miteinander vernetzen, statt nur um eine Ortschaft geführt zu werden.

Verbindung der Wanderrouten „Rund um Husum“, „Leeser Runde“, Löns-Wanderweg, Wanderweg Steinhude–Nienburg.

Ebenfalls kann das in der Nähe liegende Steinhuder Meer stärker mit einbezogen werden, um von dem dortigen Tourismus mitzuprofitieren. Eine einheitliche Beschilderung mit Informationstafel kann auf die räumlichen Begebenheiten aufmerksam machen und mit Positionierungen von Naturbeobachtungspunkten auch weitere Zielgruppen mit eingeschlossen werden.

Mountainbike-Arena

Als Nachnutzungsmöglichkeit des Tocken-Sandabbaus soll die Fläche bei Bolsehle, die derzeit unter starker (ungewollter) Motorcross-Frequentiertung leidet, als Mountainbike-Arena umfunktioniert werden. Vorteilhaft ist dabei die schon vorhandene Anbindung des Ortes an den Radweg Steinhude-Nienburg, wodurch die entsprechende Zielgruppe/n bereits vorbei geführt werden.

Radwege vernetzen

Zur Stärkung der Region können die aktuellen Radwandernetze/Radtourennetze ausgeweitet und vernetzt werden. Das in der Nähe liegende Steinhuder Meer sollte in einer Radwegeverbindung mit einbezogen werden, womit die Samtgemeinde Mittelweser vom dortigen Tourismus profitieren könnte. Eine einheitliche Beschilderung der Wege, auch mit Verweisen auf nächste lokale Gastronomie und Dorfläden macht eine Nutzung attraktiver und verbessert die Wegeführung.

Geschichtserlebnis Oehmer Feld

Im Industriegebiet von Leese beim Oehmer Feld steht ein altes Silo-Gebäude, welches als Co-Working-Space umfunktioniert werden kann. Mit der Möglichkeit das tragende Dach als Aussichtspunkt umzufunktionieren, könnten hier mehrere Möglichkeiten ausgeschöpft und umgesetzt werden.

Reitwege in Husum

Eventuell weitere Aufhebung von Reitverboten. Um Möglichkeiten für Reiter auszubauen, könnten weitere Wege, die dem Reitverbot obliegen, geöffnet werden.

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Erstellt:
10. Mai 2019, 22:22 Uhr
Lesedauer:
ca. 3min 57sec

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