Viele Infos zum „Wünschewagen“

Viele Infos zum „Wünschewagen“

Engagement für Sterbenskranke: 20 Freiwillige vom ASB-Kreisverband Nienburg informierten sich jetzt über die Arbeit des „Wünschewagens“. Auch eine Spende für das Projekt gab es. ASB-Kreisverband nienburg

Noch ein Mal das Meer sehen, ein letztes Mal die Lieblingsband erleben oder mit dem Lieblingsfußballverein im Stadion fiebern. Mit dem ASB-Wünschewagen Niedersachsen können Herzenswünsche jetzt vielleicht doch noch in Erfüllung gehen. Kürzlich informierte das Team vom ASB-Wünschewagen Niedersachsen aus Hannover 20 Freiwillige vom ASB-Kreisverband Nienburg in Rehburg über seine Arbeit. Der Wünschewagen bringt Menschen in ihrer letzten Lebensphase noch einmal – gemeinsam mit der Familie und oder einem anderen Vertrauten – an ihren Sehnsuchtsort. Das Ziel bestimmt allein der „Reisende“ und Kosten entstehen dabei weder ihm noch seinen Begleitpersonen. Denn der Wünschewagen ist ein Ehrenamtsprojekt. Wenn er auf den Straßen unterwegs ist, sind sie immer an Bord: die ehrenamtlichen „Wunscherfüller“.

Sie waren auch der Grund dafür, dass das Fahrzeug, das in Hannover stationiert ist, jetzt mit Marc-Oliver Berndt und Tabata Fischer in Rehburg-Loccum zu Gast war. 20 Freiwillige vom ASB-Kreisverband Nienburg, die sich für die Mitarbeit an dem Herzensprojekt interessieren, lauschten den emotionalen Erzählungen von Marc-Oliver Berndt.

Der Wünschewagen-Koordinator ist bereits mehrfacher „Wunscherfüller“ und berichtete: „Bei diesen Fahrten steht gar nicht so sehr die Krankheit oder die Traurigkeit im Vordergrund, sondern vielmehr die Freude über das gemeinsame Erlebnis, den schönen Tag.“ Manche Fahrgäste schöpften so viel Energie, dass sie abends auf eigenen Beinen aus dem Auto steigen, obwohl sie die Reise im Rollstuhl angetreten hätten. „Anderen sieht man die Anstrengungen deutlich an“, meint er. Das sei ganz unterschiedlich und abhängig vom Gesundheitszustand.

„Allen ist aber gemeinsam, dass sie am Ende dankbar und zufrieden sind“, so Berndt, der auch auf die vielfältigen Fragen einging, die den Mitarbeitern des ASB auf der Seele brannten.

Bevor die Rehburger den Wagen selbst besichtigten, hatte ASB-Geschäftsführer Jens Sewohl noch eine Überraschung für das Team aus Hannover. Er überreichte einen symbolischen 700-Euro-Schein. Das Geld stamme aus einer Weihnachts-Spendenaktion unter den Mitarbeitern des ASB-Kreisverbandes Nienburg, die von den Eltern einer Mitarbeitern noch um 150 Euro aufgestockt worden waren. „Ein tolles Ergebnis und ein weiterer Wunsch der erfüllt werden kann“, freute sich Marc-Oliver Berndt. Eine Reise mit dem Wünschewagen kostet im Schnitt zwischen 500 und 700 Euro.

Für alle Rehburger Samariter, die sich nach diesem Überblick für die Mitarbeit beim Wünschewagen Niedersachsen entscheiden, steht in den nächsten Wochen eine Helferschulung an.