Im Ferienmonat Juli ist die Arbeitslosigkeit angestiegen - Grund dafür sind vor allem die Schulabgänger sowie befristete Verträge. bluedesign / Fotolia

Im Ferienmonat Juli ist die Arbeitslosigkeit angestiegen - Grund dafür sind vor allem die Schulabgänger sowie befristete Verträge. bluedesign / Fotolia

Nienburg 31.07.2019 Von Die Harke

Viele Schulabgänger zunächst ohne Beschäftigung

Ferienmonat Juli bringt höhere Arbeitslosenzahl besonders bei den Jüngeren

Im Landkreis Nienburg ist die Zahl der Arbeitslosen im Juli 2019 auf 3414 Personen gestiegen. Das sind 358 Personen oder 11,7 Prozent mehr als im Vormonat sowie 87 Personen oder 2,6 Prozent mehr als im Juli 2018. Die Arbeitslosenquote ist auf 5,1 Prozent gestiegen. Im Juni 2019 lag sie bei 4,6 Prozent, im Juli 2018 bei 4,9 Prozent. Im gesamten Bezirk der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden, die diese Zahlen bekannt gibt, waren im vergangenen Monat 11218 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das sind 591 oder 5,6 Prozent mehr als im Vormonat, aber 28 Personen oder 0,2 Prozent weniger als im Juli 2018. Die Arbeitslosenquote stieg gegenüber Juni um 0,3 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent und erreichte damit den Wert vom Juli des Vorjahres.

„Im Ferienmonat Juli ist die Arbeitslosigkeit wie erwartet angestiegen“, sagt Christoph Tietje, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Nienburg-Verden. „Befristete Verträge endeten zum Halbjahr; Schulabgänger und Auszubildende, die nach der Abschlussprüfung nicht übernommen wurden, meldeten sich arbeitslos. Daher ist die Zahl der Arbeitslosen unter den Jüngeren überdurchschnittlich gestiegen. Ich rechne damit, dass die meisten zum Herbst eine neue Stelle, einen Ausbildungs- oder Studienplatz finden.“

15267 Personen waren laut Arbeitsagentur im Juli unterbeschäftigt – 384 Personen oder 2,6 Prozent mehr als im Juni, aber ein Rückgang um 2,2 Prozent im Vorjahresvergleich. Die Agentur erläutert: „Die Unterbeschäftigung erfasst zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen, die Arbeit suchen, aber beispielsweise gerade an (Qualifizierungs-)Maßnahmen teilnehmen oder erkrankt sind und deshalb nicht als arbeitslos gezählt werden. Als unterbeschäftigt gelten auch viele Flüchtlinge, die in Kursen Sprach- oder Berufskenntnisse erwerben, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen.“

Im Bereich Nienburg, Stolzenau, Hoya und Eystrup lag demnach die Zahl mit 1362 Erwerbslosen um 227 oder 20,0 Prozent über dem Wert aus Juni. Die Zahl der Arbeitslosen sei hier um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Die Arbeitgeber im Agenturbezirk meldeten im Juli 921 neue Arbeitsstellen. Der Bestand an offenen Stellen liege nun bei 4008. Die Arbeitgeber im Landkreis Nienburg haben seit Jahresbeginn 1953 freie Stellen gemeldet. 309 davon wurden im aktuellen Monat der Arbeitsagentur bekanntgegeben. Laut Agentur sind hier aktuell 1082 freie Stellen für den Landkreis Nienburg gemeldet, über deren Besetzung noch nicht final entschieden wurde.

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Erstellt:
31. Juli 2019, 22:08 Uhr
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