Während ein Teil der Einsatzkräfte über das Bug eines Bootes die Person aus dem Wasser retten... Henkel

Während ein Teil der Einsatzkräfte über das Bug eines Bootes die Person aus dem Wasser retten... Henkel

Nienburg 31.07.2019 Von Marc Henkel

Viele „Verletzte“ im Nienburger Hafen

Gemeinsame Übung von Feuerwehr, DLRG und Wasserschutzpolizei

Am vergangenen Montagabend fand im Nienburger Hafen ein besonderer Ausbildungsdienst der Freiwilligen Feuerwehr Nienburg statt. Zusammen mit der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ortsgruppe Nienburg, der Bootsgruppe der Kreisfeuerwehr Nienburg und der Wasserschutzpolizei Station Nienburg wurde im Bereich des Hafenbeckens und auf dem Gelände des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Verden eine intensive Stationsausbildung betrieben.

Bei der ersten Station musste eine Person aus dem Inneren eines Pontons gerettet werden. Hierzu wurde der „verletzten“ Person im beengten Inneren des Pontons ein Rettungsgeschirr angelegt. Zeitgleich wurde der Rettungskorb der Drehleiter über die Öffnung positioniert und die Person mit einem Rollgliss, einem speziellen Seilsystem, aus dem Pontoninneren gehievt.

Das Verlasten einer Feuerwehrpumpe auf einem Boot wurde bei der zweiten Ausbildungsstation erprobt. Hierzu legte das neue Boot der Kreisfeuerwehr Nienburg an der Uferböschung an. Durch seine spezielle Konstruktion kann am Bug des Bootes eine Ladeklappe abgesenkt werden, die die Aufnahme von schweren Lasten ermöglicht. Die Ladeklappe kann aber auch für Personenrettungen auf dem Gewässer genutzt werden.

Dass es in einem Schiff sehr beengt zugehen kann, wurde bei der dritten Station deutlich. Hierzu hatte sich ein Beamter der Wasserschutzpolizei ins Innere des Schiffes gelegt und musste durch die Einsatzkräfte gerettet werden. Verschiedene Möglichkeiten wurden im Vorfeld besprochen, um diese anschließend umzusetzen.

Während die Personenrettung aus dem Inneren des Polizeischiffs durchgeführt wurde, trainierten die Einsatzkräfte am Heck des Schiffes die Rettung von Personen aus dem Gewässer. Dazu sicherten sich die Einsatzkräfte am Schiff mir Rettungsgeschirr und bestiegen eine tieferliegende Stelle des Schiffes – die Badeplattform. Dort konnte die zu rettende Person an Bord des Schiffes gehievt werden.

Den Abschluss des Ausbildungsdienstes bildete eine gemeinsame Übung. Hierzu sprangen Mitglieder der DLRG in das Hafenbecken und wurden von der Feuerwehr, Mitgliedern der DLRG und der Wasserschutzpolizei gerettet.

In der Besprechung am Ende des Übungsdienstes bedankte sich die Feuerwehr bei allen Akteuren. „Hier konnte jeder gucken, wie der andere arbeitet und die Zusammenarbeit weiter forcieren“, hieß es abschließend.

...retteten andere Einsatzkräfte die Person über das Heck aus dem Hafenbecken. Henkel

...retteten andere Einsatzkräfte die Person über das Heck aus dem Hafenbecken. Henkel

Das DLRG rettet eine Person aus dem Hafenbecken. Henkel

Das DLRG rettet eine Person aus dem Hafenbecken. Henkel

Mit dem Rollgliss und der Drehleiter wurde die Person aus dem Ponton gerettet. Henkel

Mit dem Rollgliss und der Drehleiter wurde die Person aus dem Ponton gerettet. Henkel

Die Feuerwehr übte zusammen mit dem DLRG und der Wasserschutzpolizei. Henkel

Die Feuerwehr übte zusammen mit dem DLRG und der Wasserschutzpolizei. Henkel

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Erstellt:
31. Juli 2019, 11:41 Uhr
Lesedauer:
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