Ein Arbeitseinsatz der ungewöhnlichen Art. Fotos: Ötting

Ein Arbeitseinsatz der ungewöhnlichen Art. Fotos: Ötting

Großenvörde 04.04.2020 Von Die Harke, Von Heidi Reckleben-Meyer

Viele kleine Einzelaktionen

„Schichtsystem“ statt eines großen Arbeitseinsatzes in Großenvörde

Der traditionelle Großeinsatz des SC Grün-Weiß Großenvörde rund um das Sportgelände und im Freibad musste ausfallen.

Dafür schmiedeten die Mitglieder eigenständig Pläne, um die anstehenden Arbeiten individuell und unter Wahrung der Vorschriften aus der Allgemeinverfügung des Landkreises und unter strikter Beachtung der Sicherheitsvorkehrungen vorzunehmen.

Für die Großenvörder ist das ungewöhnlich, setzt man doch hier in der Regel auf Mannschaftssport und Gruppendynamik, aber es zeigte sich, dass auch Einzelaktionen erfolgreich sein können - wie das eben manchmal so ist im Sport.

In Großenvörde packt man sonst zusammen an.

In Großenvörde packt man sonst zusammen an.

Im Laufe der vergangenen Tage fanden so diverse Einzelaktionen statt, die bewiesen, dass man auch einzeln viel bewirken kann, wenn man entsprechend viele Mitstreiter hat – „und das ist in Großenvörde glücklicherweise der Fall“, schreibt Clas Ötting.

So wurde in kontaktloser Arbeit und in „Schichten“ das übliche Pensum bewältigt und man ist so nun schon fast auf dem Stand, der sonst mit dem allgemeinen Einsatz mit üblicherweise mehr als 50 Freiwilligen erreicht wird.

Es konnten diverse Dachrinnen gereinigt, sämtliches Laub zwischengelagert, Büsche und Sträucher beschnitten, das Becken geleert, die Boule Bahn in Schuss gebracht, der Tennisplatz aus dem Winterschlaf geweckt, abgestorbene Äste abgesägt, Stromkabel verlegt, Rasenkanten gestochen, die Sandflächen gehackt, die Platzpflege begonnen und der Rasenmäher zur Reparatur gebracht werden.

Jeder für sich oder ganz weit auseinander.

Jeder für sich oder ganz weit auseinander.

Der Vorstand des SC Grün-Weiß bedankt sich bei seinen Mitgliedern und den Einwohnern Großenvördes für dieses bemerkenswerte Engagement – auch wenn das dieses Mal völlig ungewohnt ablaufen musste.

So ist der Spaßfaktor ohne lustige Gespräche am Rande, ohne gemeinsame Pausengetränke und ohne abschließendes gemeinsames Mittagessen mit gemütlichem Beisammensein doch recht überschaubar.

Da aber allen Freibad und Verein am Herzen liegen, scheinen diese freiwilligen Einzeleinsätze aufgrund der außergewöhnlichen Situation kein Problem zu sein– das zeigt die sehr gute Resonanz. Und alle freuen sich schon auf kommende „normale“ Einsätze, die dann hoffentlich wieder mit mehr sozialem Kontakt und Pflege der Gemeinschaft verbunden sind.

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Erstellt:
4. April 2020, 10:37 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

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